Gebrauchtwagenmarkt
Restwerte und Standzeiten sinken

Für fast alle automobilen Fahrzeugklassen weist EurotaxSchwacke für den August 2012 sinkende Restwerte aus. Selbst bei den Minis und Kompakt-SUVs gehts abwärts. Dafür verkaufen sie sich etwas flotter.
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MaintalFür fast alle automobilen Fahrzeugklassen weist EurotaxSchwacke für den August 2012 sinkende Restwerte aus. Selbst die bisher stabilen Restwerte für die Minis und Kompakt-SUV liegen nur noch 0,3 Prozent über dem Vergleichswert vom Mai 2008. Die letzten stabilen Restwerte von Minis und Kompakt-SUV bröckeln nun ebenfalls. Diese Entwicklung hat die Marktbeobachter überrascht, weil sich beide Fahrzeugklassen bei den Neuzulassungen starker Nachfrage erfreuen. Auch die als Neufahrzeuge nach wie vor gefragten Mini- und Maxi-Vans lassen bei den Restwerten Federn.

Große SUV haben gegenüber dem Vormonat 1,6 Prozent an Restwert verloren und liegen gegenüber dem Vergleichszeitraum mit minus 14,8 Prozent an der Spitze des Wertverlusts. Die Geländewagen bauen ebenfalls ab, stehen aber im Vergleich zu anderen Segmenten noch gut da. Die Ausnahme bildet das Segment der unteren Mittelklasse, die um 0,2 Prozent zulegen konnte. Langfristig wird ihr aber auch eine negative Entwicklung vorausgesagt. Die bewerteten Fahrzeuge sind jeweils 36 Monate alt und haben eine Laufleistung von 60.000 Kilometern.

Doch es gibt für die Gebrauchtwagenhändler auch einen erfreulichen Trend: Im Durchschnitt stand das Angebot im Juli im Schnitt einen Tag kürzer auf dem Hof, die Standzeit hat sich von 106 auf 105 Tage verkürzt. Laut Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) und Berechnungen von EurotaxSchwacke zeichneten vor allem kleinere Pkw-Klassen für die Verbesserung der Marktsituation verantwortlich. Oberklassefahrzeuge standen dagegen mit durchschnittlich 131 Tagen länger bei den Händlern als im Juni.

Deutlich wurde im ersten Halbjahr 2012 eine stärke Differenzierung der Nachfrage zwischen den Gruppen gegenüber dem Vorjahr 2011. Geländewagen, Kompakt- und Luxus-SUV wurden um 20 Prozent weniger nachgefragt. Kleinstwagen waren unverändert begehrt und Kleinwagen mussten ein Minus von 5,3 Prozent hinnehmen.

Die verlängerten Standzeiten müssen allerdings auch vor dem Hintergrund des gesteigerten Angebots gesehen werden. Die absolute Zahl der gehandelten Fahrzeuge ist gestiegen. Dabei wiesen die Kompakt-SUV und großen Vans die stärksten Zuwachsraten auf, während die Sportwagen sowohl bei den Absatzzahlen als auch der Verkaufsgeschwindigkeit in den Rückwärtsgang schalteten.

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