„Gelber Engel“-Skandal ADAC-Chef will den Automobilclub reformieren

ADAC-Präsident Meyer will als Reaktion auf den „Gelbe Engel“-Skandal Vorschläge zur Reform des Autoclubs erarbeiten. Im Prinzip soll aber alles so bleiben, wie es ist: Der ADAC müsse auch Wirtschaftsunternehmen bleiben.
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ADAC-Sitz in Nürnberg: „Wir sollten uns hüten, jetzt alles in einen Topf zu werfen“. Quelle: dpa

ADAC-Sitz in Nürnberg: „Wir sollten uns hüten, jetzt alles in einen Topf zu werfen“.

(Foto: dpa)

München/StuttgartAls Reaktion auf den Skandal um gefälschte Zahlen beim Autopreis „Gelber Engel“ hat ADAC-Präsident Meyer ein Reformprogramm für den Autoclub angekündigt. „Ich werde dem höchsten Gremium des ADAC, der Hauptversammlung im Mai 2014 in Saarbrücken, Vorschläge unterbreiten, die dauerhaft für mehr Offenheit, höhere Transparenz und direktere Mitgliedereinbindung sorgen sollen“, teilte Meyer am Mittwoch in einer persönlichen Erklärung mit. Der Autoclub nehme die aktuelle Kritik sehr ernst - „auch wenn diese manchmal sehr pauschal war“. Oberstes Gebot sei jetzt, das verlorene Vertrauen in den ADAC zurückzugewinnen.

Meyer machte auch klar, dass er keine Reformen im Hauruck-Verfahren plane: „Für diesen Prozess brauchen und nehmen wir uns die erforderliche Zeit, Gründlichkeit, Sorgfalt und sicherlich auch externen Rat, um auf die berechtigten Kritikpunkte der öffentlichen Diskussion angemessen zu reagieren.“

Der Präsident betonte auch die Bedeutung der wirtschaftlichen Potenz für den Autoclub. „Dass der ADAC vorrangig ein leistungsstarker Automobilclub sein muss, der für die Interessen seiner Mitglieder eintritt, gleichzeitig aber auch ein erfolgreiches, unabhängiges Wirtschaftsunternehmen, ist für uns unabdingbar.“ Das müsse aber ebenfalls transparenter und nachvollziehbarer werden.

Bosch-Chef Volkmar Denner wirft dem ADAC einen schlechten Umgang mit dem Manipulationsskandal vor. „Ich war enttäuscht, muss ich ganz ehrlich sagen. Zutiefst enttäuscht“, sagte Denner am Dienstagabend vor Journalisten in Stuttgart. „Wahrscheinlich wäre es das Richtige gewesen, die Preisverleihung einfach zu verschieben.“ Der ADAC hatte die Manipulationsvorwürfe zunächst vehement zurückgewiesen. Wegen der Art der Antwort habe er aber schon den Verdacht gehabt, „dass es da nicht mit rechten Dingen zuging“, sagte Denner.

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5 Kommentare zu "„Gelber Engel“-Skandal: ADAC-Chef will den Automobilclub reformieren"

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  • Erst ruinieren, dann reformieren (Vertuschen, Posten und Pfründe sichern, Bauern opfern).
    Hurra wir machen eine WENDE...

  • Wenn Meyer als ADAC-Präsident den Club reformieren will, dann sollte er zuerst mal selbst die Konsequenzen für diesen Lügen- Skandal bei der Auto- Wahl 'Gelber-Engel' tragen: er hat diese Aktion voll und ganz selbst zu verantworten und nicht nur der kleine M- Ramstetter, der nun als Bauernopfer herhalten muss. Meyer selbst muss nun zurücktreten, sonst treten sehr viele Noch- Mitglieder aus diesem Club der 'Misratenen Engel' aus! Ich jedenfalls beobachte nun genau, was passiert und weiss, dass viele meiner Clubkollegen ebenfalls austreten, wenn Meyer bleibt...

  • PS: Bei Motor Talk läuft eine Umfrage zum ADAC
    Das bisherige Abstimmungsergebnis sieht verheerend aus.

  • Die wichtigste und dringlichste Aufgabe dürfte dabei sein, erstmal intern ein vertrauenswürdiges Klima mit den vielen engagierten Mitarbeitern herzustellen und sachliche Kritik ohne Ansehen der Person zu fördern.

  • ...ADAC-Chef will den Automobilclub reformieren.........

    Ich übersetz das mal: die leistungen werden unter der garantie das es besser wird geringer........Und die preise steigen.

    Aber eine gute vorbereitung dieser sache über die medien um Michel zu täuschen ist geht erstmal voran.

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