Genfer Autosalon: Daimler glaubt weiter an die Zukunft der Elektroautos

Genfer Autosalon
Daimler glaubt weiter an die Zukunft der Elektroautos

Für den Smart bleibe die Elektromobilität eine Riesenchance: Smart-Chefin Winkler glaubt an Elektroflitzer als reine Stadtautos. Experten sehen das kritischer. Sie erklären Elektroautos schon zum Auslaufmodell.
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GenfDer Autobauer Daimler hat trotz der verschwindend geringen Nachfrage den Glauben an die Zukunft von Elektroautos nicht verloren. Als reine Stadtautos könnten sich Elektrofahrzeuge durchsetzen, sagte Smart-Chefin Annette Winkler in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch auf dem Autosalon in Genf. „Ich glaube nicht, dass der Markt kaputt ist.“

Für den Stadtflitzer Smart, der in diesem Jahr als Zwei- und Viersitzer neu aufgelegt wird, bleibe die Elektromobilität eine Riesenchance. „Aber wir brauchen einen Stimmungswandel in Richtung E-Mobilität“, forderte Winkler. So müssten Städte Vorteile wie reservierte Parkplätze für die abgasfreien Autos schaffen.

Vor drei Jahren noch hatte auf dem Genfer Autosalon Euphorie über batteriegetriebene Autos geherrscht. Doch seitdem kümmert der Markt vor sich hin. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland nur knapp 6400 Elektrofahrzeuge zugelassen, was einem Marktanteil von 0,2 Prozent entspricht. Von den rund 100.000 jährlich verkauften Smarts fahren nur vier bis fünf Prozent mit Strom.

Der Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen hat Elektroautos deshalb zu einem Auslaufmodell erklärt. Die Bundesregierung habe das Thema trotz des Ziels, bis 2020 eine Million Elektroautos auf den Straßen zu haben, abgehakt. Der Elektro-Golf sei den Käufern zu einem Preis von 35.000 Euro zu teuer, und Opel habe im vergangenen Jahr gerade mal 335 Ampera verkauft, erklärte Dudenhöffer.

Winkler erinnerte daran, dass es ein solches Wechselbad an Einschätzungen auch beim Internethandel gegeben habe. „Jeder Hype ist verdächtig“, sagte sie. Vor 20 Jahren sei deshalb der Einzelhandel zunächst tot gesagt worden, kurz darauf das Online-Shopping schon wieder zum Flopp erklärt worden. Aber jetzt habe sich im Internet ein bestimmter Anteil am Handel etabliert. „So ähnlich sage ich das voraus für die Elektromobilität“, prophezeite Winkler. Diese werde dem Stadtverkehr vorbehalten bleiben.

Auf längeren Strecken setzten die Kunden dagegen auf Autos mit den anderen alternativen Antrieben Brennstoffzelle oder Plug-in-Hybrid. Im letzten Jahr seines Modellzyklus sei der Stadtflitzer Smart weiterhin gefragt und das Interesse auf der Genfer Messe groß, sagte Winkler.

Daimler und Nissan wollen Insidern zufolge ihre Kooperation im Bereich Kleinwagen deutlich ausbauen. Mercedes und die Nissan-Marke Infiniti planten zur Reduzierung von Kosten gemeinsame Entwicklungsarbeit sowie die Produktion von Mercedes-Wagen in einem Nissan-Werk in Mexiko, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag berichteten.

Nissan solle laut einer vorläufigen Vereinbarung dort ab Ende 2017 unter anderem das kommende Mercedes SUV-Modell GLA produzieren. Der Daimler-Vorstand solle die Pläne bereits im April absegnen. Die Kooperation werde beiden Unternehmen rund ein Viertel der Kosten im Vergleich zu einem Alleingang ersparen, erklärten die Insider weiter.

Daimler hat sich in der Vergangenheit offen für eine Ausweitung der Kooperation mit der Allianz zwischen Nissan und Renault gezeigt. Daimler-Chef Dieter Zetsche hat auch bereits explizit die Marke Infiniti sowie das Teilen von Fertigungskapazitäten ins Gespräch gebracht. Die beiden Konzerne wollten zwar am Dienstag die Pläne in Mexiko nicht direkt bestätigen. Infiniti-Chef Johan de Nysschen sagte jedoch auf dem Genfer Autosalon, die Firmen hätten noch keine formelle Einigung erzielt. „Aber viel spricht für Mexiko“, erklärte er.

Furore macht derweil der Daimler-Partner Renault. Die Franzosen stellen in Genf den neuen Twingo vor, der auf einer gemeinsamen Plattform mit dem Smart aufbaut. Bunt und rund wie das Auto ist die Dekoration am Stand mit ovalen Sitzkissen und Lampen, die in wechselnden Farben auf und nieder schweben.

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  • Sehr geehrter Herr Daniel Düsentrieb, bauen Sie doch bitte ein E-Auto, welches nach "Betankung" eine Reichweite von 1500 km hat. Dann wäre ich gewillt eine Aufladung der Stromzellen von knapp 1 Tag zu akzeptieren. Kosten sollte das E-Auto so um die 20.000-30.000,-€, bei 100 kw Leistung.

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