Geräumig, klassisch oder offen-elegant
Das „durchschnittlichste“ Auto Deutschlands

Wir haben uns gefragt, was für ein Auto man eigentlich heute für dieses Geld bekommt. Die Antwort: gute deutsche Durchschnittsware, in einem Fall sogar mit einem Hauch von Glamour.
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Die Deutschen sind in Finanzdingen eher vorsichtig und neigen meist nicht zu Übertreibungen. So auch beim Autokauf: Seit vielen Jahren liegt der durchschnittliche Neuwagenpreis in etwa auf dem Niveau eines Jahresgehalts.

Das durchschnittliche Bruttoarbeitsentgelt lag laut dem Statistik-Portal Statista im vergangenen Jahr bei 31.089 Euro. Wir haben großzügig auf 31.100 Euro aufgerundet und uns gefragt: Was für ein Auto bekäme man dafür überhaupt? Und wir sind fündig geworden – sogar gleich dreimal.

Ein Blick in die Neuwagen-Preisliste von EurotaxSchwacke macht deutlich: Autos zum offiziellen Listenpreis von um die 30.000 Euro gibt es wie Staukilometer am Freitagnachmittag. Unter den großen Herstellern haben wir auf Anhieb aber nur drei Autos gefunden, die unser wichtigstes Kriterium erfüllten: Sie kosten nach Liste exakt 31.100 Euro.

Unter diesen könnte sich der VW Golf Variant die Krone als sozusagen durchschnittlichstes deutsches Auto aufsetzen, denn immerhin gehört er zum Stamme „Golf“, der seit Jahrzehnten meistverkauften Baureihe hierzulande überhaupt.

Als Kombi mit 2,0-Liter-Dieselmotor (110 kW/150 PS) trifft der anlässlich der laufenden Fußball-WM als aktuelles Cup-Sondermodell mit guter Ausstattung inklusive Allradantrieb (4Motion) und Bluemotion-Spartechnik aufgelegte Wolfsburger exakt den Preis von 31.100 Euro.

Das gilt auch für ein weiteres Produkt der Marke, nämlich den Jetta. Hier bekommt man fürs Geld ebenfalls einen 2,0-Liter-Diesel, allerdings nur mit 103 kW/140 PS, dafür jedoch mit DSG-Getriebe und in der feinen Highline-Ausstattung. Das dürfte ein wenig darüber hinwegtrösten, dass es der kleinen Limousine immer noch ein wenig an Glamour fehlt.

Davon hat ein weiteres zum Preis von 31.100 Euro erhältliches Fahrzeug genug: Der Opel Cascada ist ein schön gezeichnetes, viersitziges Cabriolet und in der von uns gewählten Ausführung ebenfalls mit einem 2,0-Liter-Diesel ausgerüstet, der sogar satte 121 kW/165 PS leistet.

Wir halten also fest: Wer sich ein Auto zum Preis eines durchschnittlichen deutschen Bruttoeinkommens kauft, erhält wahlweise einen Kombi, eine Limousine oder ein Cabrio. Allen drei Modellen gemein sind ihre inländische Herkunft sowie ein jeweils relativ kräftiger Dieselmotor. Gar soweit weg von der Realität ist unser kleines Zahlenspiel also offensichtlich gar nicht.

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