Gespräch mit GM-Europa-Präsident Forster
Saab-Verkauf ist für GM kein Thema

Der Autobauer Opel ist trotz seines radikalen Sparprogramms nach Ansicht des Mutterkonzerns General Motors (GM) noch nicht über den Berg.

HB RÜSSELSHEIM. "Wir haben schon viele Fortschritte gemacht und unsere Qualität und Produktivität sehr verbessert", sagte der GM - Europa-Präsident und frühere Opel-Chef Carl-Peter Forster in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa in Rüsselsheim. "Es gibt aber noch so unglaublich viel zu tun. Ein Tag Stillstand wäre bereits ein Rückschritt."

Werksschließungen und weiterer Stellenabbau seien in diesem und im nächsten Jahr kein Thema. "Wir halten unsere Verträge ein. Allerdings können wir langfristig und über das Jahrzehnt hinaus keine Garantie abgeben. Ich schließe nicht aus, dass wir zudem in kleinen Teilbereichen flexible Lösungen brauchen." Im März hatte GM zur Sanierung seiner seit Jahren defizitären Tochter Opel den Abbau von 9500 der 32 000 Stellen beschlossen. Dafür erhielten die verbleibenden Mitarbeiter eine Arbeitsplatzgarantie bis 2010.

Um Kosten zu sparen, müssten die Arbeitsprozesse weiter optimiert werden. Die europäischen Konzernmarken Opel, Saab und Vauxhall sollen stärker bei der Fertigung von Komponenten zusammenarbeiten und Synergien nutzen. "Wir müssen den Konzernverbund weiter stärken." So sollen etwa künftig gemeinsame Komponenten von den beiden Schwestermarken Opel und Saab entwickelt werden.

Wann GM in Europa, wo Opel die bedeutendste Marke für die Amerikaner ist, wieder schwarze Zahlen schreiben werde, ließ Forster offen. "Unser klares Ziel ist es, zurück in die Gewinnzone zu kommen. Wir müssen Geld verdienen und haben dafür nicht unbefristet Zeit."

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