Getriebeprobleme
VW muss immer mehr Autos zurückrufen

Das tropisch-feuchte Klima in Australien macht den VW-Autos zu schaffen: Knapp 26.000 Modelle sollen dort nun wegen Getriebeproblemen in die Werkstätten kommen. Auch in anderen Regionen gibt es große Schwierigkeiten.
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HamburgVolkswagen ruft wegen möglicher Getriebeprobleme immer mehr Autos in die Werkstätten. Nach China und Japan schrieb der Wolfsburger Autobauer nun knapp 26.000 Halter in Australien an, um ihnen eine kostenlose Reparatur ihres Wagens anzubieten.

Auch dort gehe es um mögliche Probleme mit dem Doppelkupplungsgetriebe, sagte ein Sprecher am Dienstag. Grund sei das tropisch-feuchte Klima in Verbindung mit dem extremen Stop-and-go-Verkehr in den dortigen Metropolen. Insgesamt sind bisher mehr als eine halbe Million Autos von den Rückrufen betroffen.

Der größte Anteil entfällt auf China, wo VW 384.000 Wagen in die Werkstätten beordert hatte. In Japan waren es gut 91.000. Auch Singapur und Taiwan sind betroffen. Bei den Fahrzeugen wird die Mechatronik ausgetauscht - eine Art Miniroboter - der die Gänge automatisch einlegt.

Die Rückrufe in Australien stehen nicht im Zusammenhang mit einem tödlichen Autounfall mit einem VW Golf, bei dem ein schwerer Lastwagen auf das Auto aufgefahren und die Pkw-Fahrerin ums Leben gekommen war. Volkswagen hatte bereits Ende Mai erklärt, dass der Wagen eine Handschaltung hatte. Bei den Ermittlungen habe sich inzwischen herausgestellt, dass die Fahrerin am Steuer telefonierte, sagte ein VW-Sprecher.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Getriebeprobleme: VW muss immer mehr Autos zurückrufen"

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  • "Insert: Welche Autostandorte die beste Qualität produzieren"

    Wie wollen diese tollen Wirtschaftsprüfer das beurteilen, wenn sie noch nicht mal wissen, dass Skoda NICHT in er Slowakei produziert werden?
    Naja, Peanuts. Ernst+Young haben sicher große Beratungsexpertise, in welchem Land Konzerne am wenigsten Steuern zahlen.

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