Gläserne Manufaktur könnte besser ausgelastet sein
VW denkt über Luxus-Passat nach

Europas größter Autobauer Volkswagen erwägt den Bau eines gehobenen Coupé-Modells auf Basis des Passat. Damit würde der Wolfsburger Konzern seine umstrittene Luxusstrategie auf dieses Segment ausweiten.

HB HANNOVER. „Es gibt entsprechende Überlegungen“, sagte ein VW-Sprecher am Dienstag in Wolfsburg. Es sei aber noch nichts entschieden. Auch sei offen, wo ein solches Modell gebaut würde. Die Chemnitzer „Freie Presse“ berichtete in ihrer Dienstagausgabe ohne Quellenangabe, die Überlegungen von Volkswagen für den Bau eines solchen Autos mit einer jährlichen Stückzahl zwischen 50.000 und 60.000 Einheiten befänden sich bereits in einem fortgeschrittenen Stadium.

Als Produktionsstandort könne sich die „gläserne Manufaktur“ in Dresden Hoffnungen machen, wo die Luxuslimousine Phaeton gebaut wird. Wegen des mäßigen Erfolgs des Phaeton ist das Dresdner Werk nur gering ausgelastet. Von dem Luxusmodell lieferte VW im vergangenen Jahr rund 6000 Einheiten aus.

Die freien Kapazitäten in Dresden nutzt die VW-Tochter Bentley in Kürze für den neuen „Flying Spur“. Das Stammwerk im englischen Crewe kann die Aufträge wegen der hohen Nachfrage nach Bentley-Modellen zur Zeit nicht bewältigen.

Mit der Montage des Passat Coupé in der Dresdner Manufaktur könnte VW die Höherpositionierung des Fahrzeugs und damit einen Preisaufschlag gegenüber der Limousine rechtfertigen. Der neue Passat wird in sechster Generation seit Mitte März in Deutschland verkauft und soll demnächst in den USA eingeführt werden. Das Mittelklassemodell Passat ist nach dem Kompaktwagen Golf das zweitwichtigste Modell für VW.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%