Großer Erfolg
Fiat startet mit dem Grande Punto durch

Der Erfolg des Kleinwagens Grande Punto übertrifft die Erwartungen des italienischen Autoherstellers Fiat. Fiat-Markenchef Luca de Meo schraubt angesichts der großen Nachfrage seine Ziele für das wichtigste Modell der Marke in Westeuropa weiter nach oben.

hz PARIS. „Wir werden unser angepeiltes Absatzziel von bis zu 360 000 Grande Punto in diesem Jahr übertreffen“, sagte er am Rande des Pariser Autosalons. Das Wiedererstarken der Italiener basiert wesentlich auf dem Erfolg des neuen Kompaktwagens, der nach Worten de Meos derzeit allein 40 Prozent der Verkäufe von Fiat ausmacht. Im ersten Halbjahr 2006 verkaufte Fiat von diesem Modell 29,7 Prozent mehr Fahrzeuge als vom Vorgängermodell im gleichen Zeitraum 2005. Die Italiener festigen mit dem Wagen wieder ihren zwischenzeitlich lädierten Ruf, günstige und attraktive Kleinwagen zu bauen. „Wir wollen unsere Marktführerschaft im Segment kleiner Autos weiter ausbauen“, kündigte de Meo an.

Vor allem auf dem deutschen Markt ist der Kleinwagen der Schlüssel zum Erfolg der Marke. Fiat-Deutschland-Chef Werner Frey peilt dieses Jahr einen Verkauf von 65 000 Wagen der Marke Fiat in Deutschland an – allein 30 000 davon sollen Grande Puntos sein. Doch noch steht die Entwicklung bei Fiat auf wackeligen Beinen, denn außer dem Grande Punto bietet lediglich noch der Kleinstwagen Panda einen Lichtblick beim Absatz.

Erst im kommenden Jahr sollen das neue Modell des Golfkonkurrenten Bravo (als Nachfolger des glücklosen Stilo) sowie der neue Fiat Kleinstwagen Cinquecento ein breiteres Fundament für weiteres Wachstum legen. Analysten warnen deshalb, dass die Erholung von Fiat noch Risiken berge. „Die Sanierung war bisher ein herausragender Managementerfolg“, sagt Albrecht Denninghoff, Auto-Analyst der Hypo-Vereinsbank. Allerdings werde man erst in den nächsten Monaten sehen, ob der Grande Punto auch gegen neue Modelle von Peugeot, Renault und Opel bestehen kann.

Doch Fiat bläst in Europa unverzagt zur Attacke. Binnen drei bis vier Jahren wollen die Italiener einen Marktanteil von mehr als zehn Prozent erreichen und jährlich 1,6 Millionen Fahrzeuge in Europa verkaufen. Derzeit hat Fiat lediglich einen Marktanteil von 7,8 Prozent. Gehen die Pläne auf, würde der italienische Autohersteller ein eindrucksvolles Comeback feiern. Erst im vergangenen Jahr hatte sich Fiat Auto mit seinen Marken Fiat, Alfa Romeo und Lancia aus einer existenzbedrohenden Krise gelöst und erstmals wieder operativ schwarze Zahlen geschrieben.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%