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Großes Angebot bei leichten Nutzfahrzeugen

Ohne leichte Nutzfahrzeuge hätten Handel, Handwerk und Gewerbe einen schweren Stand. So vielfältig wie die Aufgaben für diese Fahrzeuggattung ist auch das Angebot.

dpa/gms STUTTGART/WOLFSBURG. Ohne leichte Nutzfahrzeuge hätten Handel, Handwerk und Gewerbe einen schweren Stand. So vielfältig wie die Aufgaben für diese Fahrzeuggattung ist auch das Angebot.

Die Palette beginnt bereits bei den ganz Kleinen. Dominiert wird dieses Segment mit Ladevolumina knapp über drei Kubikmetern und Nutzlasten bis zu 750 Kilogramm von den französischen Herstellern. Renault bietet den Kangoo ab 11 932 Euro in zwei Radständen und auf Wunsch auch mit Allradantrieb an. Das gleiche Modell gibt es von der Konzernschwester Nissan zu Preisen ab 12 087 Euro auch als Kubistar. Dazu gesellen sich von Peugeot und Citroën die Zwillinge Partner und Berlingo, die für Preise ab 13 650 und 11 588 Euro erhältlich sind. Und aus Italien kommt der Fiat Doblo, der bei einem Grundpreis von 11 368 Euro in der größten Version fast vier Kubikmeter laden kann.

Die deutschen Hersteller haben dieses Segment bislang eher stiefmütterlich behandelt. Einzig Opel hat mit dem mindestens 12 296 Euro teuren Combo auf Basis des Corsa ein entsprechendes Modell im Programm. VW dagegen hat mit dem neuen, vom Touran abgeleiteten Caddy (ab 14 186 Euro) einen halben Meter zugelegt. Die maximale Zuladung gibt VW mit 750 Kilogramm an, das Ladevolumen des Kastenwagens wird auf 3,2 Kubikmeter beziffert. In der gleichen Liga spielen der Ford Transit Connect, der für Preise ab 13 601 Euro mit zwei Radständen und bis zu 4,4 Kubikmetern Ladevolumen ausgeliefert wird.

Wer mehr Sitzplätze oder eine größere Transportkapazität benötigt, den bedienen die Autohersteller meist mit einem praktischen Ableger ihrer Vans. Jüngstes Beispiel ist die 2003 eingeführte fünfte Generation des VW Transporter. Das Multitalent gibt es laut VW zu Preisen ab 22 962 Euro auf zwei Radständen mit drei Dachhöhen, so dass Ladevolumina bis zu 9,3 Kubikmetern möglich sind. Das zulässige Gesamtgewicht liegt je nach Modell und Aufbau bei bis zu 3,4 Tonnen.

Direkter Konkurrent ist der Mercedes Vito (ab 23 722 Euro), der auch als PKW Viano verkauft wird. Ihn gibt es - neuerdings mit Heckantrieb und fünf Motorisierungen - in drei Längen und zwei Höhen als Kleinbus oder Kastenwagen mit bis zu 6,5 Kubikmetern Ladevolumen und einer Zuladung von knapp einer Tonne. Als dritter Bestseller aus Deutschland gilt der Ford Transit, der mit seinem Plattformkonzept das breiteste Segment abdeckt. Für Preise ab 19 778 Euro ist er als Fronttriebler für kleine Lasten und Personentransport lieferbar. Daneben gibt es auch eine verlängerte Plattform mit Hinterradantrieb.

Aus dem Ausland kommen die gewerblichen Varianten von Fiat Ulysse, Peugeot 807 und Citroën C8, die als Scudo, Expert und Jumpy noch auf der Vorgänger-Modellgeneration basieren. Sie kosten als Basisversionen 16 820, 17 736 oder 16 704 Euro und werden als Kleinbus, Kombi oder Kastenwagen mit unterschiedlichen Radständen und Dachhöhen angeboten. Dazu gibt es in ähnlichem Format aus einer Kooperation von Opel und Renault das Trio Opel Vivaro (ab 21 576 Euro), Renault Trafic (ab 24 128 Euro) und Nissan Primastar (ab 21 007 Euro).

Zu diesen in Deutschland verhältnismäßig weit verbreiteten „Alleskönnern“ gibt es eine Reihe vermeintlicher Außenseiter, die aber in ihren jeweiligen Nischen ebenfalls ganz gut zu laufen scheinen. So macht Hyundai sein Geschäft mit dem großen H1 (ab 18 780 Euro), Kia setzt auf den Pregio (15 873 Euro), und Toyota bedient die gewerblichen Kunden mit dem Hiace (ab 22 318 Euro).

In der Klasse darüber dürfen sich Fahrer schon fast als Trucker fühlen - denn immerhin können Mercedes Sprinter, VW LT, Iveco Daily und Co. bis zu 1,5 Tonnen Ladung transportieren, so dass sie voll beladen bis zu 3,5 Tonnen auf die Waage bringen. Dabei erreichen sie Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 160 Kilometern pro Stunde (km/h).

Eine wichtige Rolle spielt dabei der Mercedes Sprinter, der nach Angaben des Unternehmens vermutlich im Jahr 2005 erneuert wird. Noch gibt es ihn mit zahlreichen Radständen, Aufbauvarianten und Dachhöhen zu Preisen ab 25 140 Euro. Ein ähnlich breit gefächertes Programm hat Volkswagen für den ebenfalls zum Modellwechsel vorgesehenen LT zusammengestellt. Sein Preis beginnt bei 23 107 Euro. Dritter deutscher Anbieter in diesem Segment ist Opel mit dem Movano, der ab 22 504 Euro zu haben ist. Auch diese Baureihe entstammt aus der Kooperation mit Renault und Nissan und wird deshalb bei den Franzosen für 21 924 Euro aufwärts auch als Master und bei den Japanern für mindestens 22 295 Euro als Interstar verkauft.

Alternativ dazu gibt es einen „Drilling“ von Peugeot, Citroën und Fiat. Bei Fiat heißt er Ducato und kostet mindestens 19 488 Euro, Citroën behält den Namen Jumper und verlangt mindestens 20 996 Euro, bei Peugeot steht das Fahrzeug als Boxer für 22 852 Euro in der Liste. Dazu kommen als erfolgreicher Außenseiter der Iveco Daily, der für Preise ab 24 464 Euro erhältlich ist, sowie der Mitsubishi Canter, der als 3,5-Tonner für Preise ab 27 057 Euro zu haben ist.

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