Gutachter schürt Zweifel am P1
Der erste Porsche, eine Fälschung?

In Zuffenhausen ist man stolz, seit kurzem den ersten Porsche im Museum zu haben. Aber ist es wirklich der erste?
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Gerade erst hat das Porsche Museum den wiederentdeckten „P1“, das angeblich erste Fahrzeug von Ferdinand Porsche, mit viel Tamtam in die hauseigene Sammlung aufgenommen. Nun werden Stimmen laut, die das Museumsstück als Fälschung entlarvt haben wollen.

Das Gefährt mit Elektromotor, das optisch einer Pferdekutsche ähnelt, ist von Ferdinand Porsche konstruiert und gebaut worden, 1899 hat der spätere Firmengründer mit dem Mobil an einer Wettfahrt teilgenommen, wo der P1 seine erste Bewährungsprobe bestand. So beschreibt es der Zuffenhausener Autobauer. Als Beweis dafür, dass es sich um den ersten Porsche handle, gelte das Kürzel „P1“, das der Firmengründer in alle wichtigen Bauteile eingeschlagen habe.

Und um genau dieses Kürzel geht es: krone.at, der Online-Auftritt des österreichischen Boulevardblatts „Neue Kronen Zeitung“, behauptet, es lägen Aussagen und Fotos eines „gerichtlich zertifizierten Gutachters“ vor, denen zufolge der Schriftzug „P1“ erst nach dem Jahr 2009 angebracht worden sein könne. In diesem Fall kann er nicht von Ferdinand Porsche stammen. Bilder zeigen das offenbar gleiche Bauteil mit und ohne eingeschlagenes „P1“. Die „Beweisfotos“ stammen dem Bericht zufolge aus einem Gutachten für das Technische Museum Wien aus dem Jahr 2009, in dessen Besitz sich das Gefährt damals befunden hatte.

Bei Porsche prüft man den Fall zurzeit, bisher gibt es noch kein offizielles Statement aus Zuffenhausen.

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