Haltung zu Filtertechnik
Umwelt-Preisträger kritisiert Autoindustrie

Der Träger des Deutschen Umweltpreises 2003, Hermann Josef Schulte, hat die Autoindustrie für ihre Trägheit bei der Umsetzung von Filtertechniken für Dieselmotoren gerügt.

HB MENDEN/OSNABRÜCK. Die deutsche Automobilbranche hätte die Chance gehabt, beim Dieselruß-Partikelfilter international Vorreiter zu sein, sagte Schulte einer Mitteilung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt zufolge. Stattdessen hätten die deutschen Automobilmanager Frankreich den Vortritt gelassen.

Schulte hatte den Deutschen Umweltpreis 2003 für die Entwicklung eines Sintermetall-Filters erhalten, der den Ausstoß von Ruß bei Dieselmotoren fast auf Null reduziert. Sein Unternehmen HJS Filtertechnik im sauerländischen Menden ist seit Jahrzehnten in der Filtertechnik tätig und war auch bei der Entwicklung des Katalysators für Otto-Motoren beteiligt.

„Die Franzosen haben vorgemacht, dass es auch ein tolles Marketingkonzept sein kann“, sagte Schulte und verwies auf die ökonomische Komponente der Umwelttechnologie. „Die Einführung des Diesel-Partikelfilters ist ein wichtiger ökologischer Beitrag, aber die Entwicklung, Produktion und Marktumsetzung hat auch positive arbeitsmarktpolitische Auswirkungen.“

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