Handy abschalten
Gewitter für Autofahrer meist ungefährlich

Ein Gewitter ist für Autofahrer in der Regel ungefährlich. Gewitterblitze könnten sie zwar stark blenden und erschrecken. Eine unmittelbare Gefahr bestehe für die Insassen jedoch nicht, erläutert der Auto Club Europa (ACE) in Stuttgart.

dpa/tmn STUTTGART. „Das Auto bildet einen so genannten Faradayschen Käfig“, erklärt ACE-Sicherheitsexperte Uwe Nestler: Die elektrischen Ströme fließen über die Außenseite der Karosserie ab, im Auto selbst droht keine Gefahr.

Allerdings rät der Automobilclub, Teleskopantennen bei Gewitter einzuziehen sowie das Handy aus der Halterung zu nehmen und abzuschalten. Denn bei einem Blitzschlag könnten im PKW angeschlossene Geräte Schaden nehmen. Zwar gibt es laut Nestler zunehmend mehr Fahrzeuge, deren Dach nicht mehr aus Metall, sondern aus Verbundstoffen wie Karbon gefertigt ist, so dass die Wirkung als Faradayscher Käfig womöglich nachlässt. Dass sich dadurch die Gefahr für Autofahrer bei Gewitter merklich erhöht, glaubt der Experte aber nicht. Dazu würden Autos insgesamt zu selten von Blitzen getroffen.

Weniger bekannt sei allerdings, dass bei Blitzschlag Gefahr für die Reifen besteht. Reifengummi isoliere gut. Daher würden beim Durchgang eines Blitzes vom Stahlmantel zur Reifenlauffläche große Wärmemengen freigesetzt. Dies könne erhebliche Beschädigungen wie Brandspuren an den Reifenflanken hervorrufen. „Im Verdachtsfall sollte vor der Weiterfahrt unbedingt überprüft werden, ob die Reifen unversehrt sind“, rät der ACE.

Gefährlicher als Blitz und Donner sei plötzlich einsetzender Sturzregen, warnen die Experten. Ein Wolkenbruch könne bei schlechtem Straßenzustand in Form von Spurrillen schnell zu Aquaplaning führen. Dadurch werde das Unfallrisiko drastisch erhöht.

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