Hersteller von Transportern setzen auf Erdgasmotoren
Interesse an alternativer Antriebstechnik wächst

Mit der Debatte um die Feinstaubbelastung in den Innenstädten hat auch das Thema Schadstoffreduzierung wieder an Aktualität gewonnen. Dazu beitragen können alternative Antriebe. Doch nicht immer setzen sich die umweltfreundlichsten Varianten durch, denn diese sind vielfach noch zu teuer - das gilt auch für Kleintransporter.

DÜSSELDORF. Als Alternativen zu traditionellen Diesel- oder Benzinmotoren gelten derzeit vor allem Erdgas- und Hybridfahrzeuge. Einen Blick in die Zukunft eröffnet Mercedes-Benz und zeigt als seriennahe Studie den Sprinter 316 NGT mit bivalentem Erdgasantrieb. Das Fahrzeug wird durch einen Vierzylinder-Motor mit 1,8 Liter Hubraum und mechanischer Aufladung angetrieben. Dieser Motor wird auch bei PKWs eingesetzt, die Leistung beträgt 120 Kilowatt. Der Gasvorrat von knapp 50 Kilogramm verteilt sich auf sechs Flaschen, die unterflur angeordnet sind und so keinen Laderaum verbrauchen. Das Mehrgewicht durch den Gasantrieb beläuft sich auf rund 260 Kilo.

Ebenfalls in Erprobung ist der Sprinter mit Hybridantrieb mit einer Kombination aus klassischem Verbrennungs- und Elektromotor. Kern ist ein spezieller Anlasser, der den Motor des Fahrzeugs im Stand abschaltet und ihn bei Bedarf wieder in Gang setzt. Der Sprinter NGT wird voraussichtlich ab 2008 erhältlich sein. Die Umsetzung des Hybridantriebs in die Serie sei abhängig von vertretbaren Preisen für den Kunden, so das Unternehmen - auf einen Termin mag man sich deshalb noch nicht festlegen. In den USA ist der Sprinter bereits bei einem Paketdienstleister im Einsatz, allerdings auch dort vorwiegend in den Innenstädten der smogbelasteten Megacitys, wenn diese emmissionsfreies Fahren vorschreiben.

Bei Volkswagen hält man nichts von Hybridantrieben. Sie seien zu schwer und vor allem auch zu teuer, teilt der Wolfsburger Hersteller mit. Das Modell Caddy ist jedoch mit Erdgasantrieb zu haben. Auch Ford kann sich nicht für Elektro- und Hybridautos erwärmen. "Klassische Elektrofahrzeuge werden aufgrund der geringen Reichweiten von den Kunden nicht akzeptiert, Hybridautos verkaufen wir ausschließlich als PKWs in den USA", so Pressesprecher Isfried Hennen.

Bei allen Ford-Fahrzeugen wurde das Drehmoment der Motoren deutlich erhöht - das beschleunigt das Anfahren und sorgt für weniger häufiges Schalten. Beim Transit lässt sich zudem die 2,3-Liter-Variante auch auf Erdgas oder Flüssiggas umrüsten. Diese Variante ist allerdings nur in Kombination mit Heckantrieb verfügbar.

Die Opel-Modelle Movano und Vivaro wurden ebenfalls drehzahlmäßig hochgepowert. Eine Erdgasvariante bieten die Rüsselsheimer aber bislang nur bei ihrem Stadtlieferwagen Combo.

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