Hintergrund
Autoshow in Detroit: Branchenbarometer des US-Marktes

Die „North American International Autoshow“ in Detroit ist eines der wichtigsten Branchenbarometer für die Automobilindustrie. Doch in diesem Jahr fahren fast alle auf Sparkurs.

HB DETROIT. Die Messe in der Geburtsstadt der amerikanischen Autoproduktion findet in diesem Jahr mitten in einer tiefen Krise der Autobranche statt. Vor allem die US-Autobauer General Motors (GM) , Ford und Chrysler sind schwer angeschlagen.

Auf der Autoshow (11. - 25. Januar 2009) präsentiert die Branche rund 60 Neuheiten. Der Trend geht zu kleinen und sparsamen Fahrzeugen. Neben den großen drei US-Autobauern, die alle ihre Zentrale in der Region haben, belegen vor allem die asiatischen Autobauer und die deutschen Hersteller die Cobo Hall von Detroit. Wegen der Krise fahren aber fast alle Aussteller zur Messe in diesem Jahr mit angezogener Handbremse: kleinere Stände, weniger Shows und Promis. GM lässt auf seinen Messeflächen laut Berichten statt teuren Parketts nur Teppich verlegen. BMW und andere verzichten auf noble Besucher-Lounges in der Top-Etage ihrer Messestände. Porsche und Nissan kommen erst gar nicht mehr.

Die Veranstalter erwarten rund 700.000 Besucher - vor fünf Jahren waren es noch mehr als 800.000. Auch dies steht für den Niedergang Detroits. In ihrer Not sucht die Stadt ihr Heil seit einigen Jahren im Glücksspiel: Riesige Kasino-Bauten sollen Touristen anlocken und für Jobs sorgen, könnte es doch für die US-Autobranche bald heißen: „Nichts geht mehr.“

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