Hintergrund: Pariser Autosalon
BMW und Audi auf Rekordkurs

Absatzrekorde, Sorgen um Arbeitsplätze und Gespräche über die weltgrößte Auto-Allianz: Der Pariser Autosalon spiegelt Licht und Schatten der Branche wider.

HB PARIS. Während Porsche, der profitabelste Autobauer der Welt, noch weitere Verbesserungen bei der Rendite versprach, musste Opel Befürchtungen der Belegschaft über den Wegfall von bis zu 1000 Stellen zurückweisen. BMW überwand die Absatzdelle der vergangenen Monate und sieht sich ebenso wie Audi auf dem Weg zu einem Rekordjahr. Die französischen Autohersteller, die zuletzt Marktanteile einbüßten, wollen das Steuer mit neuen Modellen und alternativen Antrieben herumreißen. Die Gespräche über die Mega- Allianz des Branchenführers GM mit Renault und Nissan stocken weiter, sollen aber bis Mitte Oktober weitergehen.

DaimlerChrysler will seine Kernsparte Mercedes (Mercedes, smart, Maybach) profitabler machen. Konzernchef Dieter Zetsche bestätigte das Ziel einer Umsatzrendite von sieben Prozent für die Mercedes Car Group im kommenden Jahr. „Die sieben Prozent sollen aber nicht das Ende der Fahnenstange sein“, ergänzte er. Für die unter Druck stehende US-Sparte Chrysler bekräftigte Zetsche das Ziel, noch in diesem Jahr die Wende schaffen zu wollen. Mitte September hatte der Konzern nach einem Milliardenverlust zu drastischen Produktionskürzungen bei Chrysler gegriffen.

Mercedes-Rivale BMW sieht die Absatzprobleme im Juli und August unter anderem wegen Modellwechseln sowie wegen des Um- und Ausbaus des Mini-Werks im britischen Oxford hinter sich. Nach Hochrechnungen werde der Absatz im September auf Konzernebene wieder über der Vorjahresmarke liegen, sagte BMW-Chef Norbert Reithofer. Beim Mini werde zwar der Vorjahresabsatz von rund 200 000 Minis wegen der Arbeiten in Oxford nicht erreicht. Einen Rückgang um rund 20 000 Wagen wie zunächst befürchtet werde es voraussichtlich nicht geben.

Bei Audi läuft der Absatz besser als erwartet. Die VW-Tochter hob die Prognose für 2006 um 10 000 auf 890 000 verkaufte Autos an. Gründe seien vor allem die Nachfrage nach dem Sportwagen TT, dem Geländewagen Q7 und dem A3, sagte Audi-Chef Martin Winterkorn. Im Vergleich zum Vorjahresabsatz von rund 829 000 Autos bedeutet die neue Prognose ein Plus von knapp 7,4 Prozent. Es wird auf jeden Fall ein Rekordjahr - das elfte in Folge. 2007 werde Modellzyklus-bedingt ein schwierigeres Jahr. Das Ziel, Ende 2008 die Marke von einer Million verkauften Autos zu knacken, gilt nach wie vor. 2006 soll das bisher verlustbringenden US-Geschäft in die Gewinnzone kommen.

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