Höchste Nachlässe laut Studie bei Fiat und Citroen
Rabattschlacht auf dem Automarkt

Mit Preisnachlässen bis zu 29 Prozent buhlen laut einer Studie des Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer derzeit die Hersteller um Gunst und Geld der Neuwagenkäufer.

HB FRANKFURT. Spitzenreiter ist demnach der Fiat Stilo mit 29 Prozent Rabatt vor dem Citroen Xsaga Picasso Diesel (28,4 Prozent) und dem Citroen Berlingo (27,7 Prozent). Ford bietet laut Dudenhöffer bis zu 23,4 Prozent beim Kauf eines Ka, Fiesta, Fusion, Focus, Mondeo und anderer Modelle.

Unter der Top-20-Liste der höchsten Rabatte findet sich - von Ford abgesehen - kein deutscher Hersteller, wie aus der Studie hervorgeht, auf die die „Bild“-Zeitung in einem Vorabbericht hinwies. Während sich die Neuwagenkäufer angesichts des Preiskampfs der Autobauer die Hände reiben können, reißen die Sonderaktionen tiefe Löcher in die Bilanzen der Hersteller. Die durchschnittliche Gewinnmarge gegenüber dem Listenpreis verringert sich laut Dudenhöffer im Privatkundengeschäft um 13,9 Prozent, im Firmengeschäft ist diese Rate noch höher.

Immer beliebter wird dabei, durch Händler-Zulassungen Rabatte an den Kunden weiterzugeben. „Das Gros der Fahrzeuge wandert dabei vom Handel mit kräftigen Preisnachlässen als junge Gebrauchte zum Privatkäufer“, erläuterte der Direktor des Center Automotive Research (CAR) an der Fachhochschule Gelsenkirchen das Vorgehen vieler Händler. So habe zum Jahresbeginn der Anteil der auf gewerbliche Halter neu zugelassenen Pkw das Höchstniveau von 57,7 Prozent im Januar und 54,6 Prozent im Februar erreicht.

Alle Anzeichen sprechen nach Worten des Autoexperten dafür, dass in den nächsten sechs Monaten keine Trendwende im Rabattverhalten zu erwarten ist. Rechne man den Februar auf das Gesamtjahr hoch, würde das fast 5 Milliarden Euro Margenverlust für die Branche in Deutschland bedeuten. „Die amtlichen Zulassungszahlen verschleiern damit die wahre Situation im deutschen Autogeschäft: Der Markt ist knochenhart“, betonte Dudenhöffer in der Studie.

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