Hohe Zuwächse in Osteuropa
Deutsche kurbeln europäischen Automarkt an

Die Deutschen kaufen wieder Autos. Der größte europäische Markt hat die Gesamtverkäufe in Europa im Februar steigen lassen. Aber auch in Osteuropa können sich dank steigender Einkommen immer mehr Menschen ein Auto leisten. Ganz anders die Situation in Südeuropa.

HAMBURG HB. Ein hohes Zulassungsplus in Deutschland hat die Autoverkäufe in Europa im Februar steigen lassen. Während in Italien und Großbritannien im vergangenen Monat weniger Autos verkauft wurden und der spanische Markt stagnierte, zogen die Pkw-Neuzulassungen auf dem größten europäischen Automarkt um ein Viertel an. In den 27 Euro-Ländern und den Efta-Staaten Norwegen, Irland und Schweiz stiegen die Pkw-Neuzulassungen um 8,7 Prozent auf fast 1,2 Mill. Einheiten, wie die Europäische Vereinigung der Automobilhersteller (ACEA) am Freitag in Brüssel mitteilte. Als Grund für den Anstieg nannte der Verband einen zusätzlichen Werktag im Schaltjahr.

In Deutschland fällt das Zulassungsplus vor allem deshalb besonders hoch aus, weil die höhere Mehrwertsteuer im vergangenen Jahr viele Kunden vom Kauf eines neuen Autos abgeschreckt hatte.

Besonders hoch sind die Zuwächse in Osteuropa, wo steigende Einkommen den Konsum seit Monaten ankurbeln. Während die Neuzulassungen in Westeuropa um acht Prozent zulegten, fiel der Anstieg in den neuen EU-Ländern mit 21 Prozent fast dreimal so hoch aus. Am stärksten legten Polen (28 Prozent) und Rumänien (37 Prozent) zu. In Tschechien kletterten die Neuzulassungen immerhin um 16 Prozent.

In Frankreich, dem drittgrößten europäischen Markt, erhöhten sich die Verkäufe um elf Prozent. Von der dort seit Jahresbeginn geltenden CO2-Strafsteuer hätten die einheimischen Hersteller am stärksten profitiert, kritisierte deutsche Verband der Automobilindustrie (VDA). Die französischen Autobauer hätten ihre Verkäufe um 14 Prozent gesteigert, die deutschen Marken dagegen nur um vier Prozent. In Frankreich werden nach einem Bonus-Malus-System Fahrzeuge mit niedrigem Kohlendioxidausstoß belohnt und solche mit hohem Ausstoß bestraft.

Unter den europäischen Herstellern konnte der Marktführer Volkswagen seine Position weiter ausbauen. Der Marktanteil des Wolfsburger Konzerns kletterte auf 19,3 (19,0) Prozent. Verfolger Peugeot Citroen konnte seinen Anteil mit 14,6 (14,7) Prozent nicht ganz halten. Unter den großen Herstellern büßten auch Ford, GM und Fiat ein. Sogar der erfolgsverwöhnte japanische Toyota-Konzern verlor an Boden. Dagegen konnten BMW und Daimler ihre Marktanteile steigern.

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