Hohen Benzinpreisen zum Trotz
Power unter der Haube ist gefragt

Den hohen Benzinpreisen zum Trotz treten die deutschen Autofahrer weiter gerne kräftig aufs Gaspedal. Nach Angaben der Hersteller ist daher die Nachfrage nach Hochleistungslimousinen wie BMW M5, Audi RS6 oder Mercedes CL ungebremst. In Sachen Motorkraft schaukeln sich die Konkurrenten kontinuierlich nach oben, die Kunden fordern immer neue Höchstleistungen.

HB MÜNCHEN. „Niemand wird ein Auto auf den Markt bringen, das weniger PS hat als das Vorgängermodell“, sagt ein Sprecher der BMW M GmbH. Die Tochter des weiß-blauen Autobauers präsentierte jetzt ihren neuen M5 mit 507 PS. Beim Vorgänger, der 20 000 mal verkauft wurde, waren es 400 PS. Der Automobilclub ADAC sieht diese Entwicklung mit Sorge. „Wir bringen langsam die Rennfahrzeuge auf die Straße“, sagt ein Sprecher. Nicht jeder Kunde könne mit soviel Motorkraft umgehen.

Zumindest in Sachen Geschwindigkeit gibt es Obergrenzen. In der Regel sind Serien-Autos in Deutschland bei 250 Stundenkilometern elektronisch abgeregelt. Dazu haben sich alle Hersteller bis auf Porsche freiwillig verpflichtet. Audi bot allerdings zuletzt einen RS6 plus mit 480 PS an. Der Kombi fährt 280 Stundenkilometer. „Das war aber nur eine Sonderedition mit 999 Einheiten“, betont eine Audi- Sprecherin. Die VW-Tochter wolle sich ansonsten weiterhin an die Beschränkung auf 250 Stundenkilometer halten. Bei BMW sind M3 und M5 bei 250 Stundenkilometern abgeregelt. „Bei der Verkehrsdichte in Deutschland macht das Sinn“, sagt der Sprecher. Auch auf Wunsch der Kunden werde die Abregelung von der M GmbH nicht aufgehoben.

Mit den superschnellen Fahrzeugen wollen die Hersteller ihre Marke insgesamt aufwerten. „Das trägt natürlich zum Sportlichkeitsimage bei“, sagt die Audi-Sprecherin. Zudem floriere das Geschäft. Seit 2002 verkauften die Ingolstädter insgesamt 8000 RS6. Auch in der derzeitigen Autoflaute ist die Nachfrage nach Angaben von Audi ungebremst. Nach der Sonderedition müssen die Kunden bei der VW- Tochter nun auf den nächsten RS6 warten. Die BMW M GmbH erhofft sich vom neuen M5 einen Absatzschub. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 20 000 Fahrzeuge verkauft - fast alles M3, da der alte M5 auslief.

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