Hybrid Air: Peugeot fährt mit Luft

Hybrid Air
Peugeot fährt mit Luft

Peugeot Citroën hat mit Hybrid Air ein Antriebskonzept für Autos vorgestellt, das Verbrennungsmotor und Druckantrieb kombiniert. Damit soll fast die Hälfte des Sprits gespart werden - und teure Akkus sind überflüssig.
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Paris/DüsseldorfHybrid Air ist ein neues Antriebskonzept von PSA Peugeot Citroën, das in gewöhnliche Benzinfahrzeuge integriert werden kann. Sie sollen dadurch vor allem im städtischen Betrieb erheblich weniger verbrauchen und weniger Schadstoffe ausstoßen. Anstelle teurer Akkutechnik kommt ein Stickstoff-Druckluftspeicher zum Einsatz, der unter dem Mitteltunnel zwischen den Vordersitzen entlang eingebaut ist.

Neben einem Benzinmotor ist zudem ein Hydraulikmotor und eine Hydraulikpumpe eingebaut. Mit ihr wird beim Bremsen Stickstoff in die Tanks komprimiert. Das geschieht auch bei Fahrten im hohen Geschwindigkeitsbereich. Umgekehrt wird die Hydraulikeinheit als Motor eingesetzt.

Die Hybrid-Air-Fahrzeuge kennen drei Betriebsmodi, zwischen denen sie selbstständig je nach Leistungsanforderung vollautomatisch wechseln können. Neben dem reinen Benzinmotorantrieb gibt es einen Mischbetrieb, bei dem beide Systeme eingesetzt werden. Das ist bei starken Steigungen oder beim starken Beschleunigen sinnvoll. Der reine Druckluftbetrieb ist beim Anfahren oder bei Fahrten in der Stadt besonders sinnvoll. Er ist nicht nur emissionsfrei, sondern auch fast lautlos.

Beim aktuellen Citroën C3 oder Peugeot 208 soll der Verbrauch bei 2,9 Litern Benzin auf 100 km liegen und der CO2-Ausstoß bei 69 Gramm gegenüber sonst 104 Gramm CO2 pro km. Im Stadtverkehr soll der Benzinverbrauch durch die Drucklufttechnik um 45 Prozent gesenkt und die Reichweite um 90 Prozent gegenüber traditionellen Antrieben gesteigert werden können.

PSA Peugeot Citroën will die ersten Fahrzeuge in der Kompakt- und Mittelklasse ab 2016 mit Hybrid-Air-Antrieb anbieten. Kombiniert wird Hybrid-Air dabei mit einem 82-PS-Benziner und einem 110-PS-Benzinmotor.

Das Ziel der Technik ist künftig die Realisierung von preiswerten Fahrzeugen mit einem Benzinverbrauch von 2 Litern auf 100 km, wobei sich Hybrid Air auch in Nutzfahrzeugen einsetzen lässt.

Kommentare zu " Hybrid Air: Peugeot fährt mit Luft"

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  • Ich vermute es werden die gleichen Tanks wie bei
    http://www.mdi.lu verwendet, aus dem Flugzeugbau.
    Die können nur reissen, aber nicht explodieren.

  • Man koennte fuer die Waerme-Menge, die bei der Kompression anfaellt, noch einen Stirlingmotor einbauen anstelle dere Lichtmaschiene. Die Kaelte bei der Enspannung koennte einer Klima-Anlage dienen.

  • Man könnte den Zylinder so konstruieren, dass im Falle eines Druckanstiegs beim Unfall etc ein vorher definierte Bereich explodiert oder reißt. S.g. Sollbruchstelle. Der Rest wird eben 20% stabiler konstruiert. Somit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass nichts passiert. Ganz davon abgesehen, dass Stickstoff natürlich Brände ersticken könnte und Benzin ja auch an Board ist. Ich würde da mal nicht den Teufel an die Wand malen. Gute Idee jedenfalls als Hybrid. Als alleiniger Antrieb wird das System aber meiner Meinung nach nie etwas taugen. LG

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