Hybrid-Modelle für IAA
Deutsche Autobauer ziehen nach

Deutsche Autofirmen werden auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) im September in Frankfurt mehrere Wagen mit Hybridantrieb vorstellen. Das erklärte Thomas Schlick, Geschäftsführer des Verbandes der Automobilindustrie (VDA).

dpa FRANKFURT. „Ich gehe davon aus, dass es auf der IAA eine interessante Bandbreite von Diesel-, Benzin- und auch Hybrid-Modellen geben wird“, sagte Schlick. Hybrid-Fahrzeuge verfügen sowohl über einen Verbrennungsmotor als auch einen Elektromotor und sollen deswegen vor allem im Stadtverkehr Kraftstoff sparen helfen. Derzeit werden solche Autos in Deutschland nur von japanischen Firmen verkauft.

Nach Schlicks Einschätzung werden einige deutsche Hersteller im nächsten Jahr mit Hybrid-Autos auf dem Markt sein, zunächst vor allem bei größeren Modellen. „Alle neuen Technologien werden zuerst in den Premium-Fahrzeugen eingesetzt, so wird es beim Hybrid wohl auch sein.“ Die deutschen Hersteller hatten dem Hybrid unter anderem wegen hoher Anschaffungskosten und dem zusätzlichen Gewicht lange Zeit wenig Chancen eingeräumt. Mittlerweile habe die technische Weiterentwicklung aber neue Möglichkeiten zur Lösung solcher Probleme eröffnet.

Einen Trend sieht Schlick auch in der Reduzierung des Gewichts. „Ich gehe fest davon aus, dass wir den Wendepunkt beim Gewicht erreicht haben.“ Nachdem die Autos in den vergangenen Jahren wegen gestiegener Sicherheits- und Komfortansprüche erheblich schwerer geworden sind, lasse sich bei neuen Modellen wieder ein Rückgang feststellen. Zu verdanken sei dies vor allem leichteren Materialien wie Aluminium, Kunststoffen und Verbundwerkstoffen.

Einen Verzicht auf gewichtserhöhendes Zubehör wie Klimaanlagen kann sich Schlick nicht vorstellen. „Ich glaube nicht, dass die Kunden auf diesen Komfort verzichten können. Wir müssen unsere Autos sowohl effizient und als auch komfortabel machen.“ Beim Leichtbau befänden sich die Konstrukteure allerdings oft in einem Zwiespalt zwischen technischen Möglichkeiten und gesetzlichen Vorschriften. Crash-Tests und Fußgängerschutz erforderten Zugeständnisse an das Gewicht und auch beim Luftwiderstandswert.

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