Hybrid-Version kommt in vier Jahren: Ford elektrisiert den F150

Hybrid-Version kommt in vier Jahren
Ford elektrisiert den F150

Seit mehr als 30 Jahren spielte bei Fords US-Besteller F150 der Verbrauch so gut wie keine Rolle. Doch damit der urwüchsige Pick-up-Dino auch eine Zukunft musste was passieren. Und Ford tat was.

Der Alptraum für umweltbewegte Zeitgenossen – nicht nur in den USA – hat einen Namen. F150. Der Pick-up von Ford vereint unter seiner gut fünf Meter langen Blechhaut so gut wie alle Umweltsünden. Allein die Verbrauchswerte nach dem Motto: „Darf’s ein bisschen mehr sein?“ stempeln den Kleinlaster zu einem nicht unbedingt nachhaltigen Fahrzeug, was die Amerikaner allerdings nicht weiter stört, denn der F150 führt traditionell die US-amerikanischen Zulassungsstatistiken an.

Doch Ford, unter den amerikanischen Herstellern der grünen Sache ganz besonders verpflichtet, lenkt den Bestseller jetzt in eine umweltverträgliche Zukunft und entwickelt eine Hybrid-Version des Pick-up-Trucks.

Daneben spekulieren Branchendienste in den USA inzwischen sogar über eine Diesel-Version – eine Variante, die von Ford-Verantwortlichen bisher mit Abscheu und Verachtung in die Schmuddelecke geschoben wurde.

Die „grüne Zukunft“ des F150 begann bereits vor einigen Jahren, als dem Erfolgsmodell eine Aluminium-Außenhaut spendiert wurde, um den Benzindurst des Lasters einigermaßen in Grenzen zu halten. Jetzt also der nächste Schritt. Bis zum Modelljahr 2020, so Ford-Boss Mark Fields, wird der Autohersteller einen Hybrid-F-150 in die Verkaufsräume rollen.

Schließlich, so Fields, habe sich das „Verhalten der Kunden“ verändert, so dass man nicht mehr auf die Hybridtechnik verzichten könne. Außerdem spielen bei der Kurswende auch die künftigen Abgasvorschriften eine überzeugende Rolle. „Wir planen einen Hybrid-Pick-up mit Heckantrieb“, erklärte Fields in einem Interview.

Der Hybrid-Truck gehört zu dem 4,5 Milliarden Dollar schweren Investitionsprogramm, mit dem Ford die Entwicklung von Elektromobilen vorantreiben und außerdem ins Carsharing-Business als Konkurrent von Dienstleistern wie Uber einsteigen will.

Daneben plant der Konzern noch weitere Mobilitätsangebote in den USA, Afrika und Asien, um neue Kundenkreise überzeugen zu können.

Der Hybrid-F150, so berichtet der amerikanische Branchendienst Greencarreports.com, war zunächst als Gemeinschaftsentwicklung mit Toyota vorgesehen. Die Japaner planten die Entwicklung eine Hybridversion ihres Pick-ups Tundra.

Doch im Jahr 2013 endete die Zusammenarbeit, und die beiden Partner arbeiteten getrennt weiter, und die Ford-Verantwortlichen denken inzwischen auch verstärkt an Hybrid-Versionen ihrer SUV-Modellpalette.

Neben den Hybrid-Varianten könnte demnächst auch ein Dieselantrieb unter der F150-Haube nageln. Der US-Branchendienst „Autoblog“ spekuliert über einen entsprechenden Motor, nachdem Erlkönigjäger auf der Pirsch nach Prototypen verräterisches Nageln unter der Haube eines getarnten Pick-ups vernommen haben.

Als Motor könnte, so „Autoblog“, der 3,0-Liter-V6 von Land Rover infrage kommen, um damit auf die besseren Umweltwerte des Dodge Ram 1500 Ecodiesel zu reagieren, der sich in der Halbtonner-Klasse an die -Verbrauchsspitze genagelt hat.

Daran konnten auch die Aerodynamik-Feinarbeiten und die Aluminium-Karosserie sowie der verbrauchsoptimierte 2,7-Liter Ecoboost-Turbo-V6 beim F 150 nichts ändern.

Aktuell ist Ford der einzige US-Hersteller, der bei seinen Pick-ups auf Diesel-Power verzichtet, die sich trotz des Skandals um Volkswagen bei der Kundschaft einiger Beliebtheit erfreuen. (ampnet/ww)

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