Hyundai ix35 Fuel Cell Wasserstoff-SUV für (fast) jedermann

Bisher gab es das Brennstoffzellenauto Hyundai ix35 in Deutschland nur für ausgewählte Kunden und zu individuellen Leasingraten. Ab sofort kann jeder das Öko-Auto leasen oder kaufen. So kommen die Koreaner Toyota zuvor.
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Hyundai ix35 Fuel Cell - Wasserstoff-SUV für (fast) jedermann Quelle: Hyundai

Hyundai ix35 Fuel Cell

Hyundai bietet sein Brennstoffzellenauto ix35 nun auch Privatkunden an. Der Kompakt-SUV mit dem wasserstoffbasierten Elektroantrieb kann für 1.150 Euro im Monat geleast oder für knapp 65.000 Euro gekauft werden. Das hat der Deutschland-Geschäftsführer der koreanischen Marke nun gegenüber dem Online-Magazin „Autogazette“ erklärt. Bisher konnten lediglich ausgewählte Kunden, vor allem Behörden und Unternehmen, das emissionslose SUV mieten. Preise nannte Hyundai dabei nicht.

Die Koreaner kommen damit in gewisser Weise Toyota zuvor. Der japanische Konzern hatte kürzlich den Start seiner speziell für die Brennstoffzelle entwickelten Mittelklasselimousine Mirai für das kommende Jahr angekündigt. Hyundai setzt stattdessen auf die Umrüstung eines bestehenden Modells.

Dampfende Revolution, um 80.000 Euro
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Toyota bringt das erste serienmäßige Auto mit Brennstoffzelle früher als gedacht auf den Markt. Ursprünglich war der Verkaufsstart für 2015 geplant. Der Wagen namens "Mirai" soll schon im Dezember über Japans Straßen rollen. Das Wasserstoffauto wurde auch unter der Abkürzung FCV für "Fuel Cell Vehicle" bekannt.

Der Konzern forscht bereits seit mehr als 20 Jahren an der umweltfreundlichen Brennstoffzellentechnologie. Nun soll sie in Japan für umgerechnet etwa 48.000 Euro auf den Markt kommen ...

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Toyotas erstes in Serie produzierte Brennstoffzellenauto soll ab September 2015 soll als "Mirai", so das japanische Wort für „Zukunft“, auch in Deutschland zum Leasen angeboten werden. Toyota kalkuliert hierzulande aber mit einem Verkaufspreis von 78.540 Euro. Die Limousine verzichtet völlig auf CO2- und Schadstoffemissionen, aus dem Auspuff kommt nur Wasserdampf.

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Die viersitzige und 4,89 Meter lange Limousine hat eine Systemleistung von 113 kW / 154 PS und entwickelt ein maximales Drehmoment von 335 Newtonmetern. Die Betankung mit Wasserstoff dauert rund drei Minuten. Toyota spricht beim Mirai vom Einsatz der weltweit effizientesten Brennstoffzelle.

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Blick auf den Antrieb: Zu sehen ist der Hochdruck-Wasserstofftank (gelb). Er speichert den Wasserstoff bei einem Druck von 700 bar - dafür ist er in drei Schichten mit Kohlefaser verstärkt. In einer chemischen Reaktion wird in den Brennstoffzellen aus Wasser- und Sauerstoff Elektrizität gewonnen, die wiederum den Elektromotor des Autos antreibt. Der Wagen soll laut Toyota in nur drei Minuten aufgetankt sein.

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Die neuen Brennstoffzellen-Stacks nutzen weltweit erstmals feinmaschige 3-D-Kanäle, die eine gleichmäßige Stromerzeugung auf den Zelloberflächen garantieren. So ist die Leistungsdichte 2,2 Mal höher als beim Versuchsträger Toyota FCHV-adv, außerdem ist nicht länger ein Befeuchter erforderlich. Der kompakte Konverter steigert die Spannung zudem auf bis zu 650 Volt, wodurch die Größe des Elektromotors und die Anzahl der Brennstoffzellen verringert werden konnten.

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Die aus drei Schichten kohlefaserverstärkten Kunststofftanks speichern den Wasserstoff bei einem Druck von 700 bar. Obwohl ihr Gewicht und ihre Größe im Vergleich zum Toyota FCHV-adv verringert wurden, stieg ihre Speicherkapazität um 20 Prozent.

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Die unterflurige Montage der Brennstoffzellen-Stacks und Wasserstoff-Tanks reduziert den Fahrzeugschwerpunkt des Mirai, die Unterbodenverkleidung und aerodynamisch geformte Leuchten den Luftwiderstand. Das Brennstoffzellenfahrzeug verfügt neben dem Kühlergrill über zwei weitere Lufteinlässe rechts und links. Sie versorgen die Brennstoffzelle mit Sauerstoff, der für die chemische Umwandlung des Wasserstoffs nötig ist, und kühlen zugleich das System.

Die Brennstoffzelle versorgt dabei einen 100 kW/136 PS starken E-Motor mit elektrischer Energie; eine Füllung des Gastanks soll für rund 600 Kilometer Fahrt reichen. Das ist mehr als bei batteriebetriebenen Elektroautos, die schon nach spätestens 200 Kilometern an die Steckdose müssen.

Allerdings ist das Tankstellennetz für Wasserstoff noch weitmaschiger als das von Ladesäulen für Batterie-Autos. In Deutschland stehen lediglich rund 20 funktionierende Zapfsäulen zur Verfügung. Der Großteil davon im Raum Hamburg, Berlin und Stuttgart. Entsprechend eingeschränkt ist der Kreis potentieller Kunden.

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