Hyundai Santa Fe im Fahrbericht
Sportlicher Look, weiches Herz

Santa Fe, der Name klingt ein bisschen nach Wild-West-Romantik. Doch das Revier des überarbeiteten Kompakt-SUV von Hyundai sind Stadt und Feldweg. Selbstbewusst tritt es gegen Audi Q5, BMW X3 und Volvo XC60 an.
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Kiel/DüsseldorfBei Hyundai herrscht ein neues Selbstbewusstsein. Nicht nur, dass sie Koreaner ihre Absatzzahlen in Deutschland bei einem schrumpfenden Gesamtmarkt steigern konnten. Es ist die Wandlung der Marke, oder wie es Deutschlandchef Markus Schrick ausdrückt: „Hyundai ist kein asiatisches Schnäppchen mehr, sondern spätestens seit diesem Jahr ein ernst zu nehmender Wettbewerber von VW, Opel, Ford, Skoda und Co.“

Die Tests und die Verkaufszahlen der in letzter Zeit neu eingeführten Modelle wie des kompakten i30 oder des Passat-Gegners i40 bestätigen das. Von Januar bis August konnte Hyundai in Europa fast 300.000 Fahrzeuge absetzen, das ist ein Plus von 14 Prozent. Hierzulande lag die Steigerung mit 14,8 Prozent sogar noch etwas über dem Schnitt. Zahlen, die jeden Verantwortlichen bei Hyundai optimistisch stimmen.

Dieses Selbstbewusstsein zeigt sich auch bei der Präsentation des neuen Santa Fe. Als direkte Wettbewerber nennt Schrick Modelle wie Audi Q5, BMW X3 oder Volvo XC60 - als Konkurrenz für einen Hyundai. Noch vor kurzem unmöglich.

 

Spätestens mit diesen angepeilten Referenzmodellen wird klar, wohin sich der neue Santa Fe entwickelt hat: Immer weiter weg vom hoch gebauten Geländewagen mit steiler Front- und Heckscheibe hin zum dynamisch gestalteten SUV mit dem Hauch Premium-Anspruch.

Das spiegelt sich vor allem in der Optik wider. Während die Länge (plus fünf Millimeter) nahezu konstant geblieben ist, baut der Santa Fe jetzt 75 Millimeter flacher. Allein das streckt den Wagen und lässt ihn eleganter wirken. Dazu kommt dann noch die Weiterentwicklung der Hyundai-Formensprache mit dem Hexagonalgrill an der Front und einer ausgeprägten, ansteigenden Seitenlinie.

A propos Hexagonalgrill: Dieser wird von drei großen Chromstreben durchzogen. Hierzulande gefällt dieser mächtige Auftritt nicht jedem. Auf den Hauptmärkten des Santa Fe in den USA und in Korea trifft dieses Design auf deutlich mehr Zuspruch.

Hyundai rühmt sich, bei der Karosserie nicht nur an das Design, sondern auch den praktischen Nutzen gedacht zu haben. Als Beispiel werden die Türen angeführt, deren Ausschnitt über den Seitenschweller reicht und so verhindern soll, dass sich die Passagiere an eben jenem Schweller die Hose dreckig machen. 

Etwas weniger praktisch hingegen ist die stark ansteigende Seitenlinie in Verbindung mit der extrem breiten D-Säule. Das stört nicht nur die Kinder auf der Rückbank, deren Fensterausschnitt dadurch spürbar kleiner wird, sondern auch den Fahrer, der so nach schräg hinten kaum etwas sieht.

Immerhin hilft hier der Santa Fe serienmäßig mit einer Rückfahrkamera aus. In den beiden Ausstattungen Trend und Style zeigt die Kamera ihr Bild auf einem 4,3 Zoll großen Monitor an, es sei denn, man hat für 1.120 Euro das Navigationssystem mit 7-Zoll-Bildschirm bestellt. Im Topmodell Premium ist das Navi serienmäßig an Bord.

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Der Absatz soll sich auf 4.000 Stück verdoppeln

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