IAA 2011
Daimler fährt neue Wasserstoff-Offensive

Während jeder auf der IAA über Elektroautos redet, wählt Mercedes-Chef Zetsche einen anderen Ansatz. Statt auf Batterien setzt er mehr denn je auf die Brennstoffzelle - und damit auf Wasserstoff.
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Frankfurt"Wasserstoff ist heute das bessere Öl", sagt Mercedes-Chef Dieter Zetsche plakativ am Vorabend der 64. IAA. Diese Aussage fällt natürlich nicht ohne Hintergrund. Bereits seit über zehn Jahren entwickeln die Stuttgarter Autos mit Brennstoffzellen. Und die benötigen nun mal reinen Wasserstoff.
Bereits Ende der 1990er wurde innerhalb der nächsten Jahre vollmundig ein Brennstoffzellenfahrzeug in Serienproduktion versprochen. Soweit gekommen ist es nie. Jetzt hat Zetsche diese Ansage wiederholt. Statt erst 2015 soll bereits ein Jahr früher die B-Klasse F-Cell - so nennt Mercedes seine Autos mit Brennstoffzelle - in Serie kommen.

Zwar sind drei Exemplare der Brennstoffzellen-B-Klasse bereits einmal um die Welt gefahren, in der öffentlichen Diskussion um die Zukunft des Automobils ging die Wasserstoff-Vision von Mercedes bis jetzt unter. 
Dabei hat die Technik ihre Vorteile: Die Dauer des Auftankens ist vergleichbar mit einem Auto mit Verbrennungsmotor, lange Ladezeiten der Batterie entfallen. Zudem ist die Reichweite höher (die B-Klasse-Prototypen schaffen bis zu 400 km mit einer Tankfüllung) und die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältiger als bei einem reinen E-Antrieb.
Zetsche bilanziert: "Die Brennstoffzelle bietet alles, was Sie von herkömmlichen Autos gewöhnt sind - außer den Emissionen." Nun ist das Konzept der Brennstoffzelle wie bereits gesagt bei Mercedes nicht neu, aber dafür die Umsetzung: der "F125!".

Bei diesem Forschungsfahrzeug von der Größe einer Luxuslimousine verzichten die Stuttgarter auf einen herkömmlichen Tank. Statt in einem zylindrischen Gastank im Unterboden oder unter dem Kofferraum wird der Wasserstoff in einem Feststoffspeicher gelagert. Dieser sogenannte Wasserstoff-Verbundspeicher lässt sich in die Karosseriestruktur integrieren und nimmt so keinen zusätzlichen Platz ein.
Zu dem Wasserstoff-Antrieb hat der F125! noch eine Lithium-Ionen-Batterie, die an der Steckdose oder induktiv aufgeladen werden kann. Die Ingenieure versprechen sich von dieser Brennstoffzellen-Plug-In-Kombination bis zu 1.000 km Reichweite. Langsam ist das Forschungsfahrzeug damit nicht. Es soll eine Dauerleistung von 231 PS und eine Spitzenleistung von 313 PS liefern. Der Spurt von 0 auf 100 km/h dauert 4,9 Sekunden.

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Bis 2025 serienreif

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  • M.E. werden wir spätestens ab dem Jahr 2013 mehr von Brennstoffzellenautos auf den Straßen sehen. Mit Ballard Power arbeitet Mercedes und Ford an der Errichtung eines Produktionsstandortes. s.link. http://www.comdirect.de/inf/aktien/detail/news_detail.html?ID_NEWS=182524168&ID_NOTATION=96952

    Ich halte die Wasserstoff-Technik für ökologisch die sauberste Lösung, wenn mit Windkraft oder Solar erzeugt. Zudem sind die Brennstoffzellen leistungsfähiger und erreichen heute schon in Bussen und bei Ballard für Notstromlösungen eine sinnvolle Nutzung. Akkus, sind m.E. nur die Übergangslösung. Mal schauen was wird. Es bleibt spannend.

  • Würde die Photovoltaic – Technik so genutzt werden wie das Rad müsste man
    nicht so dämliche Debatten führen um die Stromversorgung zu garantieren.
    Es sollten die Grundlagen dafür schaffen werden das Häuserfassaden, ins
    Besondere Bürohochhäuser mit Photovoltaic - Panels versehen werden müssen.
    Dafür spart man auch die übliche Hausverkleidung. Auch hier keine Mehrkosten,
    im Gegenteil, durch die Stromgewinnung wird auf Jahre Gewinn erzielt!
    Um die Vorgaben des Kyoto-Protokolls könnte man nur noch müde lächeln.
    Die Brennstoffzelle ist kostspielig, Energieaufwendig und erst in ca. zehn
    Jahren Serienreif. Range Extender (Benzinmotor der einen Generator antreibt)
    Das ist so, als würde man ein Ventilator vor das Windrad stellen zur Stromerzeugung.
    Schlagwort: Carbazol, die Uni Erlangen erst mal 500.000 Euro Fördergeld beantragt.
    Induktionstechnologie, - und was ist wenn 20cm Schnee liegt? - alles Phrasen die den Einsatz von E-Kfz. hinausschieben. Deutschland bleibt (wie auf dem Digitalen Sektor) unbedeutend wenn die „Elitenköpfe“ nicht endlich die Schwelle zur neuen Epoche
    im Automobilbau erkennen.

  • Was wurde aus dem Audi A2, der schaffte am 26.10.2010 rund 600 Kilometer, ohne aufzuladen. Ach ja, das DBM-Rekordauto ist beim Brand einer Berliner Lagerhalle
    am 12.12.2010 komplett zerstört worden. Sind die Anschlüsse international genormt
    oder macht jeder seinen eigenen schönen Stecker? Will ich mobil sein
    auch im Ausland, gibt es nur eine Lösung:
    AKKU – WECHSEL AN DER TANKSTELLE!
    Dauert nicht länger wie Benzintanken und ist nicht teurer als derzeitiger
    Treibstoff, im Gegenteil! Und auf einmal wird Benzin, Diesel und Kraftfahrzeuge
    mit Verbrennungsmotoren angeboten wie „SAUERBIER“!
    Eine einheitliche Norm für die Wechselbatterien ist ebenso Pflicht.
    Die Reichweite der E-Autos kann ohne weiteres verdreifacht werden indem
    die Fahrzeuge mit Solarpanel bestückt werden. Flexible Solarpanel.
    Statt sinnlose Steuerprämien, sollte Intelligenter Weise die Infrastruktur
    ausgebaut werden und einen höheren Anteil der Fördermittel zur Entwicklung
    Leistungsstärkerer Akkus ausgegeben werden.
    Die Nachfrage nach Elektroautos ist doch Heute schon so groß wie auf das
    Begrüßungsgeld nach dem Mauerfall ! Geht die Produktion in Großserie, wird
    der VKP rapide in den Keller gehen, das ist mehr Ersparnis als Steuerprämie.

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