IAA
Die Zylinderabschaltung kommt

Die zeitweise Abschaltung von Zylindern in Benzinmotoren ist nach Überzeugung des Automobiltechnikers Prof. Fritz Indra die derzeit attraktivste Methode zum Sprit-Sparen.

HB FRANKFURT. Sie sei verhältnismäßig preisgünstig, mit wenig technischem Aufwand zu erreichen und habe keinen Einfluss auf die Standfestigkeit der Motoren, sagte der österreichische Hochschullehrer in einem Gespräch mit dpa.

"Die Zylinderabschaltung ist eine der wenigen Technologien, die sich rechnet." In den USA und Japan habe sie sich bereits durchgesetzt, in Deutschland hätten die Autohersteller bisher lieber die Verbrauchsvorteile des Dieselmotors genutzt. Mit der Verschärfung der Abgasvorschriften werde der Diesel jedoch einen großen Teil seiner Vorzüge verlieren.

Die Zylinderabschaltung sei auch sehr gut mit der Hybridtechnik zu kombinieren, bei der ein Verbrennungsmotor und ein Elektromotor zusammenarbeiten. "Zudem ist die Kombination mit der Benzin- Direkteinspritzung und den Abgasturboladern vielversprechend", sagt Indra.

Um Kraftstoff zu sparen werden ein oder mehrere Zylinder dann im Motor stillgelegt, wenn nicht die volle Leistung nötig ist - beispielsweise im Stadtverkehr. Die Techniker stoppen dafür die Kraftstoffzufuhr und verändern die Steuerung der Ventile.

In den USA sind nach Angaben von Indra bereits Modelle von Daimler-Chrysler und General Motors in großen Stückzahlen auf dem Markt. In Japan produziert Honda mehrere Modelle mit Zylinderabschaltung.

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