IAA - Hintergrund
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Die Autohersteller scheinen langsam zu begreifen, dass konventionelle Kraftstoffe ein kostbares Gut sind. Und so präsentieren sie neue Technologien, mit denen sie Benzinmotoren in Zukunft den Durst abgewöhnen wollen.

dpa/gms FRANKFURT. So zeigt etwa Volkswagen mit dem Twincharger im Golf GT ein neues Motorenkonzept, das sowohl niedrige Verbräuche als auch eine höhere Durchzugskraft ermöglichen soll. Laut VW-Markenchef Wolfgang Bernhard ist der Twincharger ein "neuartiger Ottomotor mit den Vorteilen eines Diesels": Trotz einer Leistung von 125 kW/170 PS und eines maximalen Drehmoments von 240 Newtonmetern (Nm) beträgt der Verbrauch des 1,4 Liter großen TSI-Motors im Schnitt 7,2 Liter. Über Land sollen es sogar nur 5,9 Liter sein.

Erreicht werden diese Werte durch eine Verringerung des Hubraums und die Kombination der FSI-Benzindirekteinspritzung mit einer doppelten Turboaufladung. Dadurch entwickelt der Benziner laut VW das Drehmoment eines großvolumigen Saugmotors - bietet im Vergleich dazu jedoch um rund zehn Prozent niedrigere Verbrauchswerte.

BMW hat sich ebenfalls der Verbrauchsproblematik der Benzinmotoren angenommen. Durch eine neue Einspritztechnologie sollen die Aggregate künftiger Serienmodelle deutlich genügsamer sein - im Vergleich zu Motoren mit herkömmlichen Verbrennungsverfahren um bis zu 15 Prozent.

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Bei der "High Precision Injection" handelt es sich laut BMW um eine "strahlgeführte" Benzin-Direkteinspritzung. Damit können Motoren vom Leerlauf bis zu hohen Drehzahlen mager, also mit Luftüberschuss, betrieben werden. Weiteres Sparpotenzial will BMW durch eine Start-Stopp-Automatik sowie Bremskraft-Rückgewinnung nutzen.

Mercedes-Forschungs- und Entwicklungsvorstand Thomas Weber kündigte eine ähnliche Technik an, die in Frankfurt im S 350 "Direct Hybrid" vorgestellt wurde. Der Sechszylinder-Benziner des Modells besitzt eine Benzindirekteinspritzung mit ebenfalls strahlgeführtem Verbrennungsverfahren. "Das ist der erste Schritt, um den Benziner noch sparsamer und dynamischer zu machen", sagte Weber.

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