IAA in Frankfurt
Imagekorrektur-Chance für VW und Daimler

War es der tückische tote Winkel? Eine etwas zu weiche Lenkung? Jedenfalls hat Wolfgang Bernhard um Punkt 11 Uhr sein erstes Opfer gefunden, da ist die 61. Internationale Automobilausstellung (IAA) gerade 60 Minuten alt.

HB FRANKFURT. Eine Sonnenblume gerät unter den linken Vorderreifen des neuen VW "Eos", den der VW-Markenvorstand in einer sanften Linkskurve auf die Bühne lenkt. Der Stängel knickt um, die gelbe Blüte wird zermatscht. Richtig so: Das Blumenfeld stand dem Fortschritt von VW im Weg.

Dieter Zetsche schafft es eine Stunde später unfallfrei auf die Bühne. Er fährt nicht selbst, er lässt sich fahren - von Tom LaSorda, seinem Nachfolger als Chrysler-Chef. Flammrot ist der Jeep, rockerschwarz die Lederjacke, die Zetsche trägt. Er steigt aus, bedankt sich auf Englisch und sagt: "Von hier an muss ich den Weg allein weitergehen." Lederjacke und Baseballkappe wirft er in den Fond des Wagens - goodbye America. Und schlüpft ins mausgraue Sakko, Stuttgart-style. Sechs Jahre war Zetsche nicht mehr als Daimler-Mann auf der IAA, er musste in Auburn Hills Chrysler retten. Jetzt sagt er: "Schön, wieder hier zu sein."

Das sind sie also, die beiden neuen Stars unter Deutschlands Automanagern: Dieter Zetsche und Wolfgang Bernhard. Nicht nur lächeln sollen sie und glänzen in einem Zoo, den die Branche einem Eselsruf ähnlich IAA ruft. Sie sollen mehr, sie sollen das Glorreiche zurückbringen zu Deutschlands größten Autokonzernen Daimler-Chrysler und Volkswagen.

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