IAA
Jetzt kommt’s ganz dicke

In wenigen Tagen werden sich auf der IAA aufgedonnerte Geländewagen breit machen. Die etablierten Modelle wollen dem neuen Audi Q7 die Show stehlen.

FRANKFURT. Mögen manche Limousinen schwächeln, einige Kombis stottern, ein paar Vans ins Schlingern geraten - auf die luxuriösen Geländewagen ist Verlass. Seit Jahren wächst der Marktanteil der so genannten SUVs (Sport Utility Vehicles) stetig. Deshalb hat inzwischen fast jede feine Marke ein solches Modell im Portfolio. Demnächst sogar Audi. Die bisherigen SUV-Abstinenzler präsentieren auf der IAA den Q7, der Anfang 2006 auf die Straßen kommen soll.

Doch der Neue muss sich auf einen scharfen Konkurrenzkampf einstellen. Die etablierten SUV-Hersteller versuchen durch eigene Messe-Highlights, dem Q7 so viel Aufmerksamkeit zu entziehen wie möglich. Land Rover, die britische Offroad-Marke schlechthin, legt zur IAA das Sondermodell "Limited Edition" des Kult-Allradlers Defender auf. Der Klassiker bekommt zum 15-jährigen Namens-Jubiläum eine schwarze Metalliclackierung, polierte Alu-Türgriffe, Klimaanlage und eine cognacbraune Lederausstattung. Das Auto mit 122-PS-Turbodiesel kostet 27 700 Euro.

Sport ohne Sportwagen

Eine SUV-Besonderheit von ganz anderem Kaliber stellt Mercedes auf der IAA in den Mittelpunkt. Die Schwaben haben die neue M-Klasse von ihrem Haustuner AMG aufmöbeln lassen und jetzt fährt ein wahrer Kraftmeier vor. Unter der Haube steckt ein 6,3-Liter-V8-Aggregat oder kurzum: der stärkste Serien-Achtzylinder-Saugmotor der Welt. 510 PS leistet das Triebwerk, und es mobilisiert ein maximales Drehmoment von 630 Nm. Damit rast der Allradler in 5 Sekunden von 0 auf Tempo 100 und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h.

Das sind atemberaubende Werte für ein Fahrzeug, das hochbeinig und bullig daherkommt und kein bisschen wie ein Sportwagen aussieht. Aber genau das ist ja der Witz von Fahrzeugen dieses Typs. Im Frühsommer nächsten Jahres sollen die ersten M 63 AMG zum Preis von voraussichtlich gut 100 000 Euro auf den Markt kommen. Die Stückzahl wird wohl gering bleiben, aber als Statement ist das Auto für Mercedes von enormem Wert.

Selbst aus dem VW-Konzern erhält der Q7 von Audi Konkurrenz. Aus Wolfsburg naht der Touareg W12 Executive, sozusagen der Gipfel der Geländewagen-Familie von VW. Das Auto ist mit einem Zwölfzylindermotor bestückt, der 450 PS leistet und ein Drehmoment von 600 Nm entwickelt. Damit bleibt der Super-SUV zwar leicht unter den Werten des Mercedes AMG, aber ganz sicher in einem Bereich, der Erstaunen hervorruft. Das gilt auch für den Preis dieses nobel ausgestatteten Wagens von stattlichen 94 950 Euro.

Nicht nur im Segment der Edel-SUVs, auch bei den günstigeren Kompakt-Geländewagen wird auf der IAA ein regelrechtes Neuheitenfeuerwerk abgebrannt. Opel zum Beispiel fährt den lange erwarteten Frontera-Nachfolger ins Rampenlicht, der bei der GM-Marke Daewoo in Korea produziert wird. Die Allrad-Spezialmarke Jeep aus dem Daimler-Chrysler-Konzern zeigt die Studien Compass und Patriot, die das Uralt-Modell Wrangler ablösen könnten.

Eine Neuvorstellung ist auch der Ssangyong Kyron, ein Billig-Offroader aus Korea. Und weit in die Zukunft weist die SUV-Studie Egeus von Renault - auch die Franzosen haben offenbar entdeckt, dass es da ein Marktsegment gibt, das wächst und wächst und wächst.

Quelle: »NEWS Frankfurt

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