IAA-Liveticker
Opel will Werk in China bauen

Für „normale“ Besucher öffnet die IAA erst in ein paar Tagen. Mit dem Liveticker von Handelsblatt Online bekommen Sie Einblicke von Pressekonferenzen und Präsentationen – minutenaktuell.
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+++ 16.29 Uhr +++

Der Autobauer Opel will in Zukunft einen eigenen Produktionsstandort in China aufbauen. Ziel sei es, so viele Autos in der Volksrepublik zu verkaufen, dass es sich auch lohnt, dort welche zu bauen, sagte Opel-Vorstandschef Karl-Friedrich Stracke. Derzeit verkaufe das Unternehmen in China rund 7.000 Autos im Jahr. Ein Werk vor Ort rentiere sich erst ab 30.000 bis

40.000 Wagen. Opel wolle sich bei seiner Expansion in China „ergänzend zu den Marken Buick und Chevrolet“ präsentieren, sagte Stracke. „Wir beabsichtigen unsere neuen Modelle, wie den Astra GTC, in China zu verkaufen.“ Weiter Modelle, die in Kürze auf den Markt kämen, könnten folgen. Strategische Beschränkungen durch den US-Mutterkonzerns General Motors (GM) erfahre Opel bei seinen Exportplänen keine, betonte Stracke. „Ich denke, wir sind nicht eingegrenzt, wir können frei expandieren“, sagte er. Allerdings müsse jede Expansion „wirtschaftlich Sinn machen“.

+++ 15.59 Uhr +++

Renault-Manager Carlos Tavares, der bei dem Autokonzern für das operative Geschäft zuständig ist, hat Kritik am deutschen Konkurrenten VW geäußert. „Volkswagen versucht aggressiv, Marktanteile zu gewinnen“, auch durch Preisnachlässe, sagte er. Das sei Renault etwa in der Golf-Klasse in Frankreich aufgefallen. „Wir machen da nicht mit“, sagte er. Die Folge könne sinkende Profitabilität für alle Hersteller sein.

Obwohl Renault die Führung bei Elektroautos anstrebt und mit rund vier Milliarden Euro soviel in sie investiert wie kein anderer Hersteller, hält sich Tavares bei Verkaufsprognosen bedeckt. Renault werde keine Schätzungen abgeben, um keinen Druck auf die Teams zu erzeugen. „Es ist ein strategischer Schritt.“ Renault will demnächst mehrere Elektromodelle auf den Markt bringen.

+++ 15.48 Uhr +++

Nach acht Jahren Abwesenheit ist Bugatti mit den schnellsten und exklusivsten Fahrzeugen der Welt wieder auf der IAA vertreten. Der Hingucker ist das Unikat Grand Sport „L'Or Blanc“. Es entstand in Zusammenarbeit mit der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin (KPM). Der blau-weiße „L’Or Blanc“ ist als weltweit erstes Automobil, sowohl an der Karosserie als auch im Innenraum, mit Elementen aus hochwertigem Porzellan ausgestattet

Außerdem präsentiert Bugatti in Frankfurt einen weiteren offenen Roadster in Feuerrot und unterstreicht damit die Bandbreite der Gestaltungsmöglichkeiten, die sich den Käufern eines Grand Sport bietet. Geschlossen mit seinem Panoramadach aus Polycarbonat erreicht der Bugatti eine Spitzengeschwindigkeit von 407 km/h, offen kann er bis 350 km/h gefahren werden. Damit ist er nicht nur das schnellste Cabriolet der Welt, sondern überhaupt der schnellste straßenzugelassene Supersportwagen, den es zu kaufen gibt. Von dem auf 150 Stück limitierten Fahrzeug mit 1.001 PS sind bislang 42 bestellt, 108 Käufer können sich also noch melden.

+++ 15.24 Uhr +++

Für die Deutschen wird das Autofahren immer teurer. Wie das Statistische Bundesamt anlässlich der diesjährigen IAA mitteilte, haben sich die Preise für Haltung und Benutzung eines Kraftfahrzeug seit 2009 um 7,2 Prozent erhöht. Die Verbraucherpreise hingegen sind im selben Zeitraum nur um durchschnittlich 3,8 Prozent gestiegen. Verantwortlich für den deutlichen Anstieg im Automobilbereich sind vor allem die Kraftstoffpreise: Der Literpreis für Benzin hat sich seit September 2009 um 18 Prozent verteuert, der Dieselkraftstoff sogar um mehr als 27 Prozent. Auch für die Kfz-Versicherung muss der Fahrzeughalter nun mehr Geld berappen, die Prämien sind um 4,5 Prozent gewachsen. Der reine Kaufpreis ist mit einem Plus von nur 0,5 Prozent jedoch nahezu gleich geblieben. Erfreulich für die Besucher der IAA: Die Eintrittspreise der IAA sind seit mehr als zwölf Jahren stabil.

+++ 15.18 Uhr +++

Wer einen von Lamborghinis Supersportwagen, den „Sesto Elemento“, ergattern will, der muss schnell sein. Von dem automobilen Leichtgewicht, das dank Kohlefaser-Karosserie leer nur 999 Kilogramm auf die Waage bringt, sollen insgesamt nur 20 Exemplare gebaut werden. „Die ersten Exemplare werden wir voraussichtlich Anfang 2013 ausliefern“, hat Unternehmenschef Stephan Winkelmann bei der IAA verraten. Angetrieben wird der italienische Stier von einem 570 PS starken V10-Motor. Der Sprint auf 100 km/h gelingt damit in lächerlichen 2,5 Sekunden.

+++ 15.08 Uhr +++

Wo schnelle Autos sind, ist er nicht weit: Michael Schumacher. Der Formel-1-Pilot hat zusammen mit seinem Teamkollegen Nico Rosberg – beide sind für Mercedes unterwegs – auf der IAA den neuen AMG Mercedes C-Coupé für die kommende DTM-Saison enthüllt. „Ich hoffe, ich kann im Winter mal eine Testfahrt machen“, sagte der gebürtige Wiesbadener Rosberg. Das neue Auto basiert auf dem Mercedes-Benz C-Klasse Coupe, das im Sommer 2011 Weltpremiere feierte. Schumacher zeigte sich vom „Sicherheitskonzept mit dem neuartigen Monocoque und den weiter entwickelten Crashstrukturen aus Kohlefaser“ im Rennwagen beeindruckt.

+++ 14.50 Uhr +++

Für General Motors ist die IAA nicht bloßes Schaulaufen, sondern auch die Gelegenheit zur Kontaktaufnahme. „Die Entwicklung neuer Produkte ist sehr teuer, der Erfolg unsicher. Um die Risiken bei dieser Wette zu reduzieren, suchen wir nach Kooperationen“, sagte GM-Strategiechef Stephen Girsky in Frankfurt. Namen wollte er nicht nennen, weil noch keine Partnerschaft beschlossen sei. Das sei unklug.

Zuletzt hatte das Nachrichtenmagazin „Spiegel“ gemeldet, GM würde gerne mit BMW zusammenarbeiten. Die Amerikaner seien vor allem an Benzin- und Dieselmotoren interessiert. Ein BMW-Sprecher sagte, BMW kommentiere nie Gerüchte.

+++ 14.44 Uhr +++

Für den Autozulieferer Continental gibt es keinen Grund für Rezessionsängste. „Wir rechnen für 2012 mit einer Abkühlung, aber nicht mit einer schweren Rezession“, sagte Vorstandschef Elmar Degenhart bei der Automesse IAA. Auch die restlichen Monate des Jahres seien im Plan. Es bestehe kein Anlass zur Sorge, erklärte der Conti-Chef.

Der größte europäische Reifenhersteller bekräftigte in Frankfurt seine Ziele für 2011: Der Umsatz werde um mindestens zehn Prozent auf 29,5 Milliarden Euro zulegen, der Anteil des bereinigten Gewinns an den Gesamterlösen soll die Schwelle von zehn Prozent erreichen. Jedoch mahnte das Unternehmen zur Wachsamkeit: „Zu beobachten wird sein, ob die Verwerfungen an den Finanzmärkten Auswirkungen auf die Realwirtschaft haben“, hieß es in einer Mitteilung des Konzerns.

+++ 14.37 Uhr +++

Luxus für alle: Mit dem Range Rover Evoque betritt die britische Marke Land Rover das Terrain der Kompaktklasse-Geländewagen. Der neue Edel-Offroader soll Kunden ansprechen, die bisher nicht im Traum an ein Fahrzeug der Marke gedacht haben. Die viertürige Basisversion ist 4,35 Meter lang, 1,6 Tonnen schwer und wird von einem 150 PS starken 2,2-Liter-Turbo-Diesel über die Vorderräder angetrieben. Der Preis wird bei rund 33 000 Euro beginnen. Wer allerdings einen stärkeren Motor wählt und dazu Extras wie die Komplettlederausstattung, die fünf Digitalkameras zur Umfeldüberwachung oder das 825-Watt-Soundsystem, ist rasch in höheren Preisregionen.

+++ 14.31 Uhr +++

Peugeot zeigt auf der IAA eine Studie für einen extrem sportlich geschnittenen Van. Der Wagen dehnt sich auf 4,95 Meter Länge und beinahe zwei Meter Breite, ragt aber nur 1,37 Meter in die Höhe. So ergibt sich eine windschnittige Linienführung und ein niedriger Luftwiderstandsbeiwert von CW 0,28. Trotz extrem flacher Karosserie ist es an Bord recht geräumig – auch dank eines neuen Sitzkonzepts. Die Insassen nehmen auf sechs Einzelsitzen Platz, die in drei Reihen hintereinander angeordnet sind. Und weil der Wagen nicht nur wirken, sondern auch sparsam fahren soll, haben ihm die französischen Ingenieure einen Diesel-Hybridantrieb verschrieben.

+++ 14.22 Uhr +++

Fiat-Chef Sergio Marchionne stellt sich auf ein schwieriges Jahr ein. „Auch 2012 wird nicht großartig werden, wenn es keine Sicherheit am Finanzmarkt gibt und kein Vertrauen ins System zurückkehrt.“ Philippe Varin, Chef des französischen Konkurrenten PSA Peugeot Citröen, kündigte weitere Stellenstreichungen und Kostensenkungen an, um sich auf eine Krise vorzubereiten. Angesichts der Schuldenkrise in Europa und den Turbulenzen an den Finanzmärkten müsse PSA eingestehen, „dass das Wachstum vielleicht schwächer ausfällt als vorhergesagt.“

+++ 14.16 Uhr +++

Mit dem Siegeszug des Smartphones findet zur IAA auch das Netz den Weg ins Auto, das zum mobilen Endgerät wird. Daimler stellt auf der Internationalen Automobil-Ausstellung die B-Klasse mit Internetzugang vor. Der neue VW Up hat im Armaturenbrett ein Touchscreen, der sich heraus- und mitnehmen lässt – wie ein Tablet-PC. Ford stellt den programmierbaren Autoschlüssel vor. Dort können Höchstgeschwindigkeit und maximale Lautstärke des Radios vorgegeben werden, gut geeignet für den Nachwuchs mit mangelnder Fahrerfahrung.

Gefragt sind bei Autofahrern vor allem Dienste wie Radarwarnungen und die Suche nach Hotels, Restaurants oder Tankstellen, aber auch Wetterinfos und Straßenkarten. All das gibt es längst. Das kleine Programm, die App, „Trapster“ etwa warnt den Fahrer vor Radarfallen, die US-Firma Qype findet die besten Gaststätten in direkter Umgebung. Bei BMW landen sogar Twitter- und Facebook-Nachrichten im Auto – lesbar natürlich nur während des Stopps an der Ampel.

+++ 13.58 Uhr +++

Parallel zur Entwicklung alternativer Antriebe arbeiten die Konzerne intensiv an der Optimierung konventioneller Verbrennungsmotoren. „Wer sich zu früh fixiert, vergibt riesige Marktchancen. Es gibt keinen Königsweg bei den Antrieben“, sagte Daimler-Forschungchef Thomas Weber. Laut Prognosen von Experten wird auch in zehn Jahren der überwiegende Teil der Autos weltweit mit einem Verbrennungsmotor fahren. Das sieht auch Audi-Boss Rupert Stadler so: „Die heutigen Verbrenner mit Benzin und Diesel sind die Ertragsbringer für Zukunftsprojekte von morgen. Wenn wir diese pflegen und weiterentwickeln, dann haben wir auch die finanzielle Kraft, übermorgen attraktive Produkte auf den Markt zu bringen“.

Nach Ansicht des Automobilwissenschaftlers Stefan Bratzel von der Fachhochschule Bergisch Gladbach werden die Innovationen bei Verbrennungsmotoren häufig unterschätzt. „Das fällt einfach nicht auf.“ Dabei lasse sich damit der Spritverbrauch um 20 Prozent verringern. Der Experte geht davon aus, dass gut die Hälfte des gesamten Spritsparpotenzials allein beim Antrieb des Autos liegt.

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  • Hört hört, der Schlaumeier ist ein VIP, Glückwunsch! Gut dass er da war, super! Hätte sonst eine WICHTIGE Person gefehlt!

  • "Autofahren wird immer teurer." Neiiiiin,.... was für eine umwerfend neue Erkenntnis, sicher von einem der hochsubventionierten "Instituten" mit komplexen Hochrechnungen über Monate hinweg ausfindig gemacht!
    Kann nicht sein, denn der Verbraucher hat doch nur gegenteilige Erfahrungen und dies seit Jahrzehnten, nein, eigentlich seit es Autos gibt!

  • Daytrader hat recht. Ich war gestern schon da. Super. Allerdings gestern nur für VIP´s.

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