IAA Nutzfahrzeuge
Conti erhöht erneut die Reifenpreise

Der Autozulieferer Continental legt die hohen Rohstoffpreise auf seine Kunden um und erhöht abermals die Reifenpreise.

HB HANNOVER. Für Lkw-Reifen werde der Konzern in Europa zwei bis fünf Prozent mehr verlangen, sagte der zuständige Vorstand Hans-Joachim Nikolin am Mittwoch auf der Nutzfahrzeugmesse IAA in Hannover. Auch Pkw-Reifen würden vermutlich teurer. Der weltweit viertgrößte Reifenhersteller gibt dabei stets nur Preiserhöhungen für das Ersatzreifengeschäft bekannt, nicht für die Erstbereifung von Neuwagen.

Bei Lkw-Reifen produziere Conti derzeit an der Kapazitätsgrenze, sagte Nikolin. Die hohen Rohstoffpreise machten dem Konzern zu schaffen. "Wir hatten in den ersten sechs Monaten eine Kostensteigerung von 45 Millionen Euro zu verkraften, die wir nur teilweise durch Marktpreiserhöhungen ausgleichen konnten." In diesem Jahr hatte Continental bereits die Preise für Lkw-Reifen in den USA um bis zu sechs Prozent und in Europa um bis zu drei Prozent erhöht. Pkw-Reifen verteuerte Conti in Europa im Juni um bis zu 3,5 und in den USA im Juli um bis zu fünf Prozent.

Insgesamt erwartet der hannoversche Konzern in diesem Jahr mit Nutzfahrzeugprodukten weltweit einen Umsatz von knapp zwei Milliarden Euro. Der Vorjahreswert sei nicht ermittelt worden, sagte Nikolin. "Wir setzen auf weiteres Wachstum in den kommenden Jahren", kündigte er an.

Die Konzern-Tochter ContiTech, die vor allem Schläuche herstellt, hat nach Konzernangaben einen Großauftrag der zum US- Lkw-Hersteller Paccar gehörenden DAF erhalten. ContiTech werde rund 180.000 Achsluftfedersysteme jährlich liefern.

Zu dem vergeblichen Übernahmeversuch durch einen Finanzinvestor wollte sich Nikolin nicht äußern. Berichte, wonach Bain Capital hinter dem Versuch steckt, kommentierte er nicht. Conti hatte am Dienstag bekannt gegeben, ein Finanzinvestor habe einen Übernahmeversuch unternommen. Die Aktie kletterte auch am Mittwoch um mehr knapp vier Prozent auf 91,88 Euro.

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