IAA-Vorschau
Autobauer werben mit „CO2-Champions“

Zur Verbesserung von Inlandsgeschäft und Image präsentieren sich die konkurrierenden deutschen Autohersteller und Zulieferer in Zeitungsanzeigen erstmals gemeinsam.

dpa BERLIN. Wenige Wochen vor der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt am Main starten sie eine Kampagne für Klimaschutz, PS-Leistungsstärke, technische Innovation, Qualität und Sicherheit. „Was wir jetzt beginnen, ist einzigartig in der Geschichte der deutschen Automobilindustrie“, sagte Verbandspräsident Matthias Wissmann der Deutschen Presse-Agentur dpa in Berlin.

An fünf Tagen sollen - unter Federführung des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) - in acht überregionalen Tages- und Sonntagszeitungen jeweils Modell-Paare zweier verschiedener Automarken mit ähnlichen Fähigkeiten gegenübergestellt werden. „Da sind zum Beispiel der Smart CDI von Daimler und der Polo BlueMotion. Das sind die zwei CO2-Champions überhaupt“, betonte der Verbandspräsident. Wissmann spielte damit auf besonders niedrige Kohlendioxid-Werte und einen Spritverbrauch dieser beiden Fahrzeuge von unter vier Liter je 100 Kilometer an.

„Wenn es um die weltweit niedrigsten CO2-Emissionen bei Pkw geht, macht uns Deutschen keiner was vor“, heißt es in der entsprechenden Anzeige. „Atemberaubendes Design“ wird beim schnittigen Paar Porsche Cayman S und Audi A5 vorgeführt. Sie liegen beim C02-Ausstoß allerdings weit über dem für 2012 angestrebten durchschnittlichen EU- Wert von 130 Gramm je Kilometer.

Die deutsche Automobilindustrie wird nach Angaben Wissmanns in diesem Jahr den Exportrekord brechen. „Wir haben aber gleichzeitig einen schwierigen Inlandsmarkt“, sagte er. „Das ist auch der Grund, weshalb wir meinen, dass wir vor der IAA in einer solchen Anzeigenkampagne zeigen sollten, dass wir für ein paar Themen (...) bei allem Wettbewerb untereinander auch gemeinsam stehen.“ Das betreffe auch den Klimaschutz.

Wissmann unterstrich die Vereinbarung der EU-Staaten, bis 2012 den CO2-Ausstoß der EU-Autoflotte durchschnittlich auf 130 Gramm durch Fahrzeugtechnik zu senken und durch Biosprit-Beimischungen, Reifenoptimierung und anderes um weitere zehn auf 120 Gramm zu drücken. „Wir stehen zu den europäischen Zielen.“ Dies sei jedoch 2012 nicht zu schaffen, wenn die EU erst im Jahr 2010 fertig würde. Dies sei derzeit nicht auszuschließen.

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