Im Frühjahr kommt außerdem der Fox: Der neue Passat kostet nicht mehr als der alte

Im Frühjahr kommt außerdem der Fox
Der neue Passat kostet nicht mehr als der alte

Europas größter Autohersteller Volkswagen bringt den neuen Passat trotz zahlreicher technischer Neuerungen zu einem gegenüber dem Vorgängermodell unveränderten Preis auf den deutschen Markt. Damit zieht VW nach Ansicht von Branchenexperten die Konsequenz aus dem missglückten Start des neuen Golf im vergangenen Jahr.

HB HAMBURG. Mit 21.800 Euro koste die sechste Generation des Passat in der Einstiegsversion exakt so viel wie das Vorgängermodell, teilte VW am Dienstag in Hamburg mit. Der VW Passat wird vom 11. März an in Deutschland verkauft. Den Verkauf des neuen VW Golf hatte der Konzern vor einem Jahr nach einem schleppenden Start mit Rabatten ankurbeln müssen. Experten hatten Volkswagen eine falsche Preispolitik vorgeworfen, der Golf sei zu teuer gewesen.

Der Mittelklassewagen Passat ist nach dem Kompaktmodell das zweitwichtigste Modell des Wolfsburger Konzerns. Der neue Passat sollte am Dienstag bei einer Gala im Hamburger Hafen erstmals einem großen Publikum vorgestellt werden.

Eine Prognose für den angestrebten Absatz des Passat werde Konzernchef Bernd Pischetsrieder dabei nicht geben, hieß es in Unternehmenskreisen. „Auch damit zieht VW die Konsequenz aus der Lektion durch den Golf“, sagte Patrick Juchemich vom Bankhaus Sal. Oppenheim. Volkswagen hatte sein Absatzziel von 600.000 Einheiten für den Golf im vergangenen Jahr verfehlt.

Mit Blick auf den Preis des Passat sagte Juchemich, in der Regel würden wenigste Fahrzeuge zum Einstiegspreis verkauft. Erfahrungsgemäß wählten Käufer höhere Ausstattungsvarianten.

„Dann sprechen wir über 26.000 und 27.000 Euro“, sagte der Analyst. Sein Kollege Albrecht Denninghoff von der Münchener Großbank HVB (HypoVereinsbank) sagte: „Es bleibt VW gar nichts anderes übrig, als eine günstige Einstiegsvariante zu wählen.“

Auch das Mittelklassesegment stehe wegen hoher Preisabschläge der Hersteller unter Druck. 2003 verkaufte Volkswagen knapp 727.594 Passat. Zahlen für 2004 will VW am 8. März nennen.

Volkswagen hatte 2004 wegen zahlreicher Einmalkosten einen drastischen Gewinneinbruch verbucht. Zum Rückgang trugen neben negativen Währungseffekten auch Einbußen durch die inzwischen in allen wichtigen Weltregionen tobende Rabattschlacht bei. Dank schneller Erfolge seines Sparprogramm „ForMotion“ schnitt der Konzern aber besser ab als befürchtet. Der operative Gewinn vor Sondereinflüssen sackte um zwölf Prozent auf 2,0 Milliarden Euro ab. Die Dividende für die Aktionäre will VW stabil halten.

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