Image-Schaden befürchtet
Diesel kommt für Porsche nicht in Frage

Die Entwicklung und Vermarktung eines Diesel-Motors lehnt der Sportwagenhersteller Porsche weiter kategorisch ab.

HB STUTTGART. „Aus meiner Sicht ist der Diesel-Antrieb nicht die Antwort auf die Fragen, die uns die Ökologie stellt“, sagte Porsche-Vorstandschef Wendelin Wiedeking in einem am Dienstag vorab veröffentlichten Interview mit der Zeitschrift „auto motor und sport“. Zudem interessierten sich höchstens drei Prozent der Porsche-Kunden für ein Diesel-Aggregat. „Und: Ein Diesel würde sicher auch unserem Image schaden“, sagte Wiedeking.

Bei den toxischen Schadstoffen wiesen Diesel-Motoren Nachteile gegenüber Benzin-Motoren auf. Moderne Benzin-Motoren setzten zudem „nur unwesentlich mehr“ Kohlendioxid frei als Diesel-Aggregate. Der Markterfolg des Diesel sei allein auf Steuervorteile zurückzuführen. „Ohne Subventionen würde der Diesel doch nur ein Nischendasein fristen - das sieht man doch ganz eindeutig in der Schweiz oder den USA“, sagte Wiedeking. „Auf dem Weltmarkt hat der Diesel im Sports-Utility-Segment gerade mal einen Anteil von neun Prozent.“ Porsche baue jedoch „Weltautos und keine staatlich subventionierten Europa-Autos“.

In Westeuropa liegt der Marktanteil von Dieselfahrzeugen bei den Neuzulassungen inzwischen über 50 %. Auf dem weltweit größten Fahrzeugmarkt, den USA, spielt der Diesel-Antrieb hingegen derzeit nur eine unbedeutende Rolle.

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