Immer stärkere Autos
PS-Rekorde trotz Rekord-Benzinpreisen

Hohe Benzinpreise können den Trend nicht stoppen: Die Deutschen lieben immer stärkere Autos – im Schnitt hat jeder Wagen um drei PS zugelegt. Den größten Leistungsschub gab es aber keinesfalls bei einem Sportwagenbauer.
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FrankfurtBaden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann wollte mit gutem Beispiel vorangehen. Die schwere Dienstkarosse, die noch Vorgänger Stefan Mappus gewählt hatte, bestellte der Politiker mit grünem Parteibuch kurzerhand ab. Stattdessen ließ er sich im Juli eine deutlich schlanker motorisierte Mercedes S-Klasse vor die Staatskanzlei stellen. 265 statt 517 PS - doch im Trend liegt der Landeschef damit nicht. Die jüngste Entwicklung auf dem deutschen Automarkt geht in eine andere Richtung: So viel PS wie im Jahr 2012 haben sich die deutschen Neuwagenkäufer noch nie unter die Haube gepackt.

Die Deutschen fahren den steigenden Spritpreisen zum Trotz immer stärker motorisierte Autos. Die durchschnittliche PS-Zahl von Neuwagen in Deutschland hat im laufenden Jahr einen neuen Höchstwert erreicht. In den ersten sieben Monaten dieses Jahres hatte ein verkaufter Neuwagen im Durchschnitt 138 Pferdestärken.

Im Vorjahr lag die Ziffer noch bei 135 PS. Das geht aus einer Studie des Center of Automotive Research (CAR) der Universität Duisburg-Essen hervor, die dem Handelsblatt vorab vorliegt. Vor allem die wachsende Beliebtheit von Geländewagen sowie steigende Verkäufe der für gewöhnlich besser motorisierten Dieselfahrzeuge treiben die Zahlen immer weiter nach oben.

Spitzenreiter unter den Herstellern, die in den ersten sieben Monaten mehr als 1 500 neue Fahrzeuge verkauft haben, ist die VW-Sportwagenmarke Porsche mit 323 PS pro Flitzer, gefolgt von der britischen Marke Jaguar mit 281 PS. Aber auch die Massenhersteller legen inzwischen deutlich zu.

Am stärksten hat in den vergangenen fünf Jahren der angeschlagene Autobauer Opel seine PS-Zahl erhöht. Die Rüsselsheimer schoben sich mit durchschnittlich 126 PS noch vor VW mit 124 PS. Einzig die japanischen Autobauer Honda und Toyota nahmen in den vergangenen Jahren im Volumenmarkt nicht am PS-Rennen teil.

In den vergangenen 17 Jahren ist die durchschnittliche PS-Zahl stetig gestiegen - mit einer Ausnahme: Im Jahr 2009 war die Motorisierung deutlich zurückgegangen. Grund war damals die Einführung der Abwrackprämie, die in den Autohäusern vor allem die Nachfrage nach Kleinwagen antrieb.

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Der Marktanteil von SUVs steigt

Kommentare zu " Immer stärkere Autos: PS-Rekorde trotz Rekord-Benzinpreisen"

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  • Hinz und Kunz fährt Firmen- / Dienstwagen.
    Man merkt das auch auf der Autobahn: auf der linken Spur wird mittlerweile wieder richtig schnell gefahren - so als läge der Spritpreis bei 80 cent. Meine Erklärung: Firmen- und Dienstwagenfahrer stört der Spritpreis nicht !

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