In welchen Ländern man am meisten spart
Auto-Neukauf im Ausland lohnt sich fast immer

In den neuen EU-Mitgliedsländern sind Autos durchschnittlich billiger. Vor allem für Deutsche kann sich der Blick ins Ausland auszahlen, denn die Neuwagenpreise sind einer EU-Statistik zufolge in Deutschland am höchsten.

HB DÜSSELDORF. Autokäufer in Deutschland müssen tiefer in die Tasche greifen als in anderen europäischen Ländern. Das geht aus der aktuellen Autopreisstatistik der EU-Kommission hervor. In Polen sind die Neuwagenpreise am niedrigsten. In der Euro-Zone gehören Finnland und Dänemark zu den Ländern mit den geringsten Preisen.

Ein Neuwagen in Finnland kostet rund zehn Prozent weniger als im Bundesgebiet. In Polen können Käufer sogar noch mehr sparen. Dort liegt der Nettopreis für einen neuen PKW noch mal um neun Prozent niedriger als in Finnland. Vor allem in den neuen EU-Mitgliedsländern sind der EU-Statistik zufolge Autos günstig zu haben.

Bei 72 Modellen lag das Preisgefälle zwischen dem teuersten und dem billigsten EU-Land bei 20 Prozent. Insgesamt wurden 90 Modelle getestet.

Das Preisgefälle hat in den Euro-Ländern gegenüber dem Vorjahr aber abgenommen. Durchschnittlich unterscheiden sich die Preise nur noch um 4,4 Prozent, im Vergleich zu 4,9 Prozent im Jahr zuvor.

In den Euro-Ländern werden die Preisunterschiede vor allem beim VW Passat und beim VW Golf deutlich. Für den Passat zahlen die Käufer in der Bundesrepublik über 30 Prozent mehr als beispielsweise in Dänemark.

Ein VW Golf ist in Deutschland fast 28 Prozent teurer als in Finnland. Einen Audi A3 gibt es am günstigsten in Polen. Spitze bei den Kleinwagen ist der Renault Clio, der ebenfalls in Polen am wenigsten kostet.

Für den Preisvergleich ist der Nettopreis eines Neuwagens entscheidend. Denn erst dort, wo das Auto angemeldet wird, sind Umsatzsteuer und eventuelle andere Abgaben zu zahlen. Nicht immer kosten Autos in den neuen EU-Mitgliedsländern weniger. In Polen, mit den im Schnitt billigsten Autopreisen, sind Luxus- und Geländewagen am teuersten.

In der gesamten EU legten die Kfz-Preise im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich 0,9 Prozent zu. Mit 1,7 Prozent stiegen die Preise in Deutschland und den Niederlanden jedoch am stärksten, während sie in Italien um 1,1 Prozent sanken.

Wer einen Autokauf im Ausland plant, findet Rat in den Broschüren „Autokauf in Europa“ und „Kfz-Preisvergleich in der EU“, die für 6,80 Euro bzw. 2,20 Euro (inklusive Porto- und Versandkosten) beim Europäischen Verbraucherzentrum in Kiel erhältlich sind:

Europäisches Verbraucherzentrum Kiel
Kfz-Reimport, Willestr. 4-6
24103 Kiel

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%