Index für Classic Cars
Edel-Blech schlägt Aktie

Die Börse bebt. Anleger suchen wahre Werte - und entdecken klassische Automobile. Doch wie bei den Wertpapieren: Auch beim Garagengold gibt es Schrottobjekte.

Düsseldorf/London16,3 Millionen US-Dollar erhielt der Meistbietende für den 1957er Ferrari 250 Testa Rossa im August 2011 während der Monterey Week den Zuschlag. Bei der legendären Auktion, die alljährlich auf dem Gelände des Golfclubs im kalifornischen Pebble Beach über den gepflegten Rasen geht, kamen diesmal 21 historische Autos unter den Hammer, Mindestgebot jeweils mehr als eine Million Dollar. Boomt der Markt für historische Automobile als Anlagealternative, wenn die Börse bebt und die Banken zittern? Haben Aktien und Anleihen ausgedient, zugunsten von Edel-Blech und Garagengold?

Alles sieht danach aus. Im August nahm der HAGI Top-Index gegenüber dem Vormonat um 1,39  Prozent ab, während im Vergleich zum Jahresbeginn immer noch eine Rendite von 8,53  Prozent erzielt wird. Und die ist deutlich besser als das, was Anleger erzielten, die auf den Standard & Poors-Index S&P 500 setzten, der seit Jahresbeginn um 3,08 Prozent nachgab.

"Rekordergebnisse seltener Pretiosen bei Auktionen sind aber nicht repräsentativ für die Wertentwicklung historischer Automobile"  erläutert Dietrich Hatlapa, früherer Investment-Banker und Gründer Historic Automobile Group International (HAGI). Auktionsergebnisse weiter verbreiteter Fahrzeuge dagegen erzielen in der Regel keine höheren Preise als beispielsweise beim Händler. 

HAGI gibt seit Januar 2009 einen monatlichen Index für historische Automobile heraus, dessen "Back-Test" basierend auf einigen 10.000 Verkäufen zwischen 1980 und 2008 eine 27-fache Wertsteigerung belegt. Das Know-How für die Berechnung stammt auch vom amerikanischen Index-Spezialisten Bruce Johnson, mit dem Hatlapa schon in London bei ING und Barings zusammen arbeitete.

Wer professionell und stetig seit 1980 in die teuersten Oldtimer investiert hat, blieb also nicht nur von einigen Börsenturbulenzen verschont, er kann sich auch über eine Rendite freuen, die längst nicht jeder Fonds- oder Aktienanleger vorweisen kann.

In exklusiver Kooperation mit HAGI wird Handelsblatt Online künftig auf monatlicher Basis über die Entwicklung des Top-Index und das aktuelle Marktgeschehen berichten.

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