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Insider: Ducati-Übernahme offenbar kurz vor Abschluss

Es hat bereits viele Gerüchte um den möglichen Verkauf von Ducati an Audi gegeben. Jetzt ist ein weiteres dazu gekommen: Insider wollen erfahren haben, dass der Deal kommende Woche offiziell verkündet wird.

Die Übernahmegespräche zwischen Audi und Ducati stehen offenbar kurz vor dem Abschluss. Quelle: dpa
Die Übernahmegespräche zwischen Audi und Ducati stehen offenbar kurz vor dem Abschluss. Quelle: dpa

Frankfurt/MailandDie VW -Tochter Audi will nach Informationen aus Branchenkreisen nächste Woche den geplanten Kauf des italienischen Edelmotorrad-Herstellers Ducati verkünden. Zwei mit der Situation vertraute Personen sagten am Mittwoch, die Buchprüfung bei dem hoch verschuldeten Konzern sei abgeschlossen. Audi habe keine großen Stolpersteine gesehen. Der Kauf könne frühestens am 18. April verkündet werden, einen Tag vor der VW-Hauptversammlung. Volkswagen, Audi und der Ducati-Eigner Investindustrial lehnten eine Stellungnahme ab.

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Einer der beiden Insider sagte, Investindustrial habe exklusiven Verhandlungen mit Audi zugestimmt. Die italienische Zeitung „Corriere della Sera“, die am Mittwoch berichtet hatte, dass der Kaufvertrag nächste Woche unterzeichnet werden soll, schrieb, Investindustrial verhandle bis zum 15. April nur mit Audi. Danach könne das Unternehmen auch mit anderen möglichen Kaufinteressenten sprechen. In Medienberichten waren zuvor auch der indische Autobauer Mahindra sowie BMW und Daimler genannt worden. Sowohl die Münchner als auch die Stuttgarter Audi-Rivalen dementierten aber Kaufabsichten. „Wir haben kein Interesse an einer Übernahme von Ducati“, sagte ein Daimler-Sprecher. Die Daimler-Tochter AMG betreibt mit Ducati gemeinsame Marketing-Aktivitäten. Auch das Interesse in München dürfte gering sein: BMW produziert selbst Motorräder.

Kommentar VW hat bei Ducati nichts verloren

Ducati steckt schwer in einer finanziellen Klemme. Die Not des italienischen Motorradbauers ist so groß, dass man um Hilfe aus Indien oder Wolfsburg bittet. Aber das wäre keine Rettung, das wäre das Ende.

Audi hatte bereits 2005 versucht, Ducati vom damaligen Eigentümer Texas Pacific Group zu kaufen, unterlag aber Investindustrial im Bieterkampf. VW-Aufsichtsratschef Ferdinand-Piech, nach früheren Angaben selbst Ducati-Fahrer, hatte vor Jahren eingeräumt, es sei ein Fehler gewesen, den italienischen Motorradbauer nicht zu kaufen.

In Finanzkreisen hieß es am Mittwoch, für Audi sei der Deal jetzt in trockenen Tüchern. „Wenn Herr Piech es haben will, dann kriegt er es auch.“ Die jüngste Übernahme könnte der mächtige VW-Patriarch bei der Hauptversammlung von Europas größtem Autohersteller am 19. April feiern. Der Porsche-Enkel gilt als treibende Kraft hinter den Bemühungen um den italienischen Hersteller mit den roten Sport-Motorrädern. Mit Ducati würde die Zahl der Marken im VW-Konzern auf zwölf steigen - und so einem von Piech mehrfach geäußerten Wunsch entsprechen. Das Wolfsburger Autoimperium hätte dann von spritsparenden Kleinwagen über Sportflitzer, Schwerlaster, Busse bis hin zu Motorrädern fast alles im Angebot, was auf der Straße rollt. Für Ducati könnte Audi nach früheren Insiderangaben rund 875 Millionen Euro bezahlen.

  • 12.04.2012, 12:23 Uhrderheuschreck

    Wo sind sie denn, die tollen Motorräder von DKW, NSU, Opel? Ach ja, im Museum.

  • 12.04.2012, 08:17 Uhr4chanFTW

    jaja, das haben wir gern. selber reiskocher fahren aber ducati als billig abstempeln. "Lach"

  • 11.04.2012, 19:20 Uhrgeostratege

    NSU war ja mal der grösste Motorradhersteller der Welt, darum sollte das mit DUCATI im Sortiment passen! Das die VW Leute alles verkaufen können, steht ja wohl nicht in Frage!

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