Jaguar E-Type
Ein Blech gewordener Traum wird 50

Jaguar gelang mit der Raubkatze im Maßanzug der große Wurf: Der E-Type gilt bis heute als Inbegriff des rassigen britischen Sportwagens.
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DüsseldorfEs ist alljährlich das gleiche Spiel: Auf Automessen stellen Hersteller mit viel Aufwand ihre neuesten Modelle ins Scheinwerferlicht - die laufen dann ein paar Jahre vom Band und sind wieder vergessen. Nur in ganz wenigen Fällen folgt einer solchen Neuvorstellung echte Euphorie, so dass ein Fahrzeug über Jahrzehnte als Blech gewordener Traum gilt. Jaguar ist dies vor 50 Jahren gelungen: Mit dem E-Type, der bis heute als Inbegriff des rassigen britischen Sportwagens gilt.

Er machte Schluss mit den kurzen, knackigen, gedrungenen Formen, die bis in die 60er Jahre hinein für Männersportwagen von der Insel typisch waren. Der „E-Type“ mit seiner ellenlangen Motorhaube und dem seidenweich laufenden Sechszylindermotor markierte einen Meilenstein im Sportwagenbau. Und er sollte zum Synonym für den Hersteller Jaguar werden.

Ursprünglich war die Baureihe aber nur als exklusive Kleinserie geplant gewesen. Am Ende brachte es das Modell in 14 Jahren auf mehr als 72.000 Exemplare.

Als der E-Type 1961 auf Automessen vorgestellt wurde, war das öffentliche Interesse am neuen Jaguar-Modell riesengroß. Erstmals gezeigt auf dem Genfer Automobilsalon wurde der neue E-Type schnell zum absoluten Star - was auch an seiner aufregenden Formgebung lag. Die Karosserie beeindruckte vor allem mit ihrer schier endlosen Motorhaube und den unter transparenten Abdeckungen verbauten Scheinwerfern.

Von der Rennpiste auf die Straße

Die Briten hatten in den 50er Jahren mit den D-Type viele Siege eingefahren, doch die Modellpalette der Serienfahrzeuge gab nicht wirklich viel her, das diese Erfolge imageträchtig auf der Straße umsetzen konnte. Der damalige Straßensportwagen hieß XK 150 S, doch der kam langsam in die Jahre. Mit Prototypen wie dem E2A versuchte Jaguar um 1960 herum zunächst, die Brücke vom Motorsport zum sportlichen Fahrzeug für den Alltag zu schlagen.

Zur Auswahl stand der E-Type als FHC oder OTS - was nichts anderes bedeutete als Fixed-Head-Coupé, also eine geschlossene zweisitzige Ausführung, oder Open-Two-Seater, ein zweisitziger Roadster eben. In den frühen 60er Jahren begeisterte der Jaguar auch als "Leistungs-Riese": Der 3,8-Liter-Sechszylinder in den ersten E-Type-Modellen kam auf 265 PS. Speziell in den ersten Modellen ging es aber derart beengt zu, dass die Briten sich an eine Überarbeitung machten. Man senkte die Bodenbleche ab und entwarf eine Aussparung hinter den Sitzen, um deren Verstellmöglichkeiten zu verbessern.

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  • Guten Tag,.... Es ist wie bei schoenen Frauen;.... der Unterhalt kostet ein Vermoegen. Besten Dank

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