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Japanischer Autobauer: Mazda ist seit 40 Jahren auf dem deutschen Markt

Der japanische Autohersteller Mazda feiert 2012 seinen 40. Geburtstag auf dem deutschen Markt. Dank Sportwagen mit Wankelmotor und dem Roadster MX-5 hat der Hersteller aus Hiroshima auch Autogeschichte geschrieben.

Mit dem "Mazda 1000" begann der japanische Hersteller aus Hiroshima 1972 seinen Vertrieb auf dem deutschen Markt. Quelle: Mazda
Mit dem "Mazda 1000" begann der japanische Hersteller aus Hiroshima 1972 seinen Vertrieb auf dem deutschen Markt. Quelle: Mazda

LeverkusenDer japanische Autobauer Mazda wird in diesem Jahr 40 Jahre alt; genauer gesagt, die deutsche Tochter. Am 4. Dezember 1972 trug der erste Geschäftsführer Masayuki Kirihara die "Mazda Motors Deutschland GmbH" in das Handelregister der Stadt Düsseldorf ein. Das Stammkapital des jungen Unternehmens betrug 900 000 Mark.

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Die Heimatstadt des 1920 als "Toyo Kogyo" gegründeten Unternehmens für die Veredelung von Kork wäre im Bewusstsein der Welt nie über den Status einer beliebigen japanischen Industriestadt hinausgekommen, hätte der amerikanische Bombenschütze Tom Feerebee an Bord eines viermotorigen Bombers vom Typ B-29 mit dem Kosenamen "Enola Gay" am 6. August 1945, um exakt 8.13 Uhr nicht über dem Zentrum Hiroshimas die erste Atombombe der Welt ausgelöst und damit zur Explosion gebracht. Heute ist Mazda neben diesem Fanal des Zweiten Weltkriegs das wichtigste Aushängeschild Hiroshimas. Also ein positives, das für den Wiederaufbau und das japanische Wirtschaftswunder steht.

Mit dem Bau von Pkw hatte Mazda überhaupt erst 1960 begonnen. Zwölf Jahre und fünf Millionen Einheiten später fiel die Entscheidung, auch jenen Automarkt in Angriff zu nehmen, der damals seit jeher als der "anspruchsvollste der Welt" gegolten hatte: den der Bundesrepublik Deutschland. Immerhin unterhielt Mazda 1972 bereits in 13 Ländern Produktionsstätten und exportierte seine Autos in mehr als 100 Nationen.

Als Masayuki Kirihara seine Stammbelegschaft rekrutierte, ein Anwesen in Hilden anmietete, und den ersten Händlern die unbekannten Autos aus Fernost schmackhaft machte, kamen in Deutschland Fernsehgeräte noch von Grundig und Telefunken und Fotoapparate von Leica und Zeiss. Sony war zu der Zeit noch ebenso unbekannt wie Nikon oder Canon. Doch die besondere Affinität Mazdas zu Deutschland hat nicht zuletzt die Partnerschaft des Unternehmens mit dem deutschen Erfinder Felix Wankel unterstrichen, von dessen Kreiskolbenmotor die Japaner bereits 1961 die ersten Lizenzen erworben hatten. 1972 produziert Mazda als einziger Autobauer weltweit Fahrzeuge mit dem Wankelmotor in richtig großem Stil und in mehreren Modellreihen.

Mazda stellt 1979 erstmals die Mittelklassebaureihe 626 vor, die heute die Bezeichnung "Mazda 6" trägt. Damals zählte ein zweitüriges Coupé zum unverzichtbaren Angebot. Quelle: Mazda
Mazda stellt 1979 erstmals die Mittelklassebaureihe 626 vor, die heute die Bezeichnung "Mazda 6" trägt. Damals zählte ein zweitüriges Coupé zum unverzichtbaren Angebot. Quelle: Mazda
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