Johan de Nysschen
Audi-Mann soll Nissans Luxustochter Infiniti helfen

Der japanische Autohersteller Nissan will sich mit seiner Luxusmarke Infiniti vom US-Markt emanzipieren. Als wichtigen Schritt warb der Konzern Audis US-Chef Johan de Nysschen ab. Er soll Audis Erfolg wiederholen.
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Nissan holt sich deutsche Hilfe beim Aufbau seiner Luxusmarke Infiniti. Als neuen Chef seiner Vorzeigemarke hat das Unternehmen Audis US-Chef, Johan de Nysschen, verpflichtet. Ab dem 1. Juli soll der gebürtige Südafrikaner schaffen, was seinen Vorgängern versagt blieb: Infiniti zu einer globalen Marke in der Oberklasse aufzubauen. Nissan habe ehrgeizige Pläne für Infiniti, sagte Nissans Vizepräsident Andy Palmer gestern. Und de Nysschen sei „ein Schlüsselfaktor, um das Potenzial der Marke Infiniti zu verwirklichen“.

In den USA hat er ab 2004 daran mitgewirkt, Audis Absatz zu verdoppeln. Und Nissan hofft, dass er diesen Erfolg nun mit der jungen japanischen Marke wiederholen kann. Dafür erhält er auch machtpolitisch Gewicht. De Nysschen wird Senior Vice President von Nissan. Die Herausforderung für den 52-jährigen Autonarren ist enorm. Der Chef von Nissan und Renault Carlos Ghosn hat die erst 1989 in den USA gegründete Marke ab 2005 internationalisiert, um zu den deutschen Herstellern aufzuschließen. 2008 wurde Infiniti sogar in Deutschland gestartet.

Doch der große Durchbruch ist bisher ausgeblieben. Zum einen ist Infiniti eine sehr amerikanische Angelegenheit geblieben. Im Ende März abgelaufenen Bilanzjahr 2011 erzielte die Marke noch immer rund 70 Prozent ihres Absatzes in Nordamerika. Zum anderen hinken die Verkäufe generell den Erwartungen hinterher. 2011 verkaufte Infiniti gerade 140.898 Fahrzeuge. Zum Vergleich: BMW brachte voriges Jahr 1,67 Millionen, Mercedes-Benz 1,36 Millionen Autos auf die Straße.

Dabei rollt Infiniti gerade in neuen Schlüsselmärkten wie China weit hinter der Konkurrenz her. Die Japaner brachten voriges Kalenderjahr nur 16.000 Autos unter die Chinesen, Audi 300.000. Und in Deutschland dürfen sich die Infiniti-Fahrer erst recht noch der Gewissheit erfreuen, etwas ganz Besonderes zu sein. Nur 1200 Infinitis wurden 2011 verkauft.

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„Es sind die Deutschen, die gute Luxusautos bauen können“

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