Kann denn überholen Sünde sein?
Vatikan formuliert „zehn Gebote“ fürs Autofahren

Der Vatikan erteilt nun auch gut gemeinte Ratschläge rund um das Autofahren.

HB VATIKAN-STADT. In einem 36-seitigen Dokument mit dem Namen "Richtlinien für eine pastorale Verhaltensweise auf der Straße" formulierte der Vatikan am Dienstag zehn Gebote für den Straßenverkehr.

Autos könnten „Anlass zur Sünde“ sein, warnt der Päpstliche Rat für Migranten und Menschen unterwegs in dem Dokument. Das erste Gebot lautet: „Du sollst nicht töten.“

"Du sollst nicht unter Alkoholeinfluss fahren. Du sollst dich an Tempo-Limits halten. Du sollst ein Auto nicht als Objekt der persönlichen Verherrlichung oder als Ort der Sünde benutzen", heißt es weiter darin. Ebenso geht es um Verkehrsrowdys, den Respekt von Fußgängern, wie man sein Auto in Schuss hält und um gutes Benehmen hinter dem Steuer.

"Autos neigen dazu, die primitive Seite im Menschen zu wecken und erzeugen daher eher unschöne Ergebnisse", heißt es in dem Werk.

Ferrari-Fahrern dürften einige Passagen nicht gefallen. Der Vatikan sieht es nämlich nicht gerne, wenn jemand sein Auto zum Prahlen benutzt und damit Neidgefühle bei anderen auslöst. „Autos sollten kein Ausdruck von Macht und Dominanz sein“, heißt es. Auf die Frage von Journalisten, wie ein Auto eine Gelegenheit der Sünde sein könne, sagte Kardinal Renato Martino lediglich: "Wenn ein Auto als Ort der Sünde benutzt wird."

Auch Fluchen hinter dem Steuer ist verboten. Ein Gebet während der einen oder anderen Autofahrt ist dagegen ausdrücklich erwünscht. Auch an die Nächstenliebe appelliert der Vatikan, etwa im Hinblick auf Hilfe für Unfallopfer und deren Angehörige.

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