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Kein Neufahrzeug mehr: Mehr als zwölf Monate altes Motorrad

Ein mehr als zwölf Monate altes Motorrad darf nicht mehr als „fabrikneu“ oder als „Neufahrzeug“ verkauft werden. Das geht aus einem Urteil des Landgerichts Berlin hervor, über das die „Neue Juristische Wochenschrift“ berichtet.

dpa/gms BERLIN. Ein mehr als zwölf Monate altes Motorrad darf nicht mehr als „fabrikneu“ oder als „Neufahrzeug“ verkauft werden. Das geht aus einem Urteil des Landgerichts Berlin hervor, über das die „Neue Juristische Wochenschrift“ berichtet.

Nach Auffassung der Richter gilt bei einem Motorrad wie einem PKW, dass eine längere Standzeit zu einem Wertverlust führt und das Fahrzeug daher rechtlich betrachtet nicht mehr neu sei. Ob es während der Standzeit tatsächlich zu Mängeln an dem Fahrzeug gekommen ist, werteten die Richter dagegen als unerheblich (Az.: 18 O 452/03).

Das Gericht gab mit seinem Urteil der Klage eines Motorrad-Käufers statt, dem ein Händler ein Motorrad als Neufahrzeug verkauft hatte. Tatsächlich war es aber bereits 16 Monate vor dem Verkauf produziert worden. Die Anfechtung des Kaufvertrages war erfolgreich: Nach dem Berliner Richterspruch darf der Kläger das Motorrad gegen Erstattung des Kaufpreises zurückgeben.

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