Kein Schadenersatz bei Unfall nach Spurt zum Bus

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Kein Schadenersatz bei Unfall nach Spurt zum Bus

Wer einem abfahrenden Bus nacheilt und noch einzusteigen versucht, hat bei einem Unfall wenig Aussicht auf Schadenersatz. Das meldet der Anwalt-Suchservice in Köln.

dpa/gms CELLE/KöLN. Wer einem abfahrenden Bus nacheilt und noch einzusteigen versucht, hat bei einem Unfall wenig Aussicht auf Schadenersatz. Das meldet der Anwalt-Suchservice in Köln.

Er bezieht sich dabei auf ein Urteil des Oberlandesgerichts Celle (Az.: 14 U 35/04). Der Busfahrer müsse sich vor allem dann nicht nochmals im Außenspiegel vergewissern, dass niemand dem Bus nachläuft, wenn er bereits das zweite Mal anfährt. Stattdessen muss sich der Fahrer auf das Einfädeln in den Verkehr konzentrieren.

Im verhandelten Fall war eine 78-jährige Frau vom Hinterreifen eines Busses schwer verletzt worden, als sie dem Wagen nachrannte. Sie verklagte den Busfahrer und warf ihm vor, seine Rückschaupflicht verletzt zu haben. Das Gericht widersprach der Frau. Durch ihr Verhalten trage sie grobe Mitschuld an dem Unfall. Sie sei nicht nur einem Bus nachgerannt, der bereits ein zweites Mal anfuhr. Ihre Beweglichkeit sei außerdem durch mehrere Einkaufstüten und ihre Sicht durch eine Augenklappe behindert gewesen.

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