Kfz-Versicherung Bundesgerichtshof begrenzt Kosten für Autoreparaturen

Kfz-Versicherer zahlen auch für „fiktive Reparaturen“ – also Schäden, die an einem Auto entstanden sind, die der Versicherte aber nicht reparieren lässt. Die Höhe dieser Erstattungen ist jetzt höchstrichterlich begrenzt.
Wer Schäden nicht instand setzen lässt, muss sich bescheiden. Quelle: dpa
Leichter Verkehrsunfall

Wer Schäden nicht instand setzen lässt, muss sich bescheiden.

(Foto: dpa)

KarlsruheDer Bundesgerichtshof (BGH) hat die Ansprüche von Autobesitzern nach einem selbst verschuldeten Unfall begrenzt. Danach darf der Autohalter sich zwar eine Reparatur von seiner Kaskoversicherung bezahlen lassen, auch wenn er seinen Wagen nicht Instandsetzen lässt. Doch nur unter bestimmten Voraussetzungen dürfen für diese sogenannte fiktive Reparatur die Kosten einer teuren Markenwerkstatt angesetzt werden (Az.: IV ZR 426/14).

Ansonsten muss der Halter mit denen einer günstigeren Fachwerkstatt vorlieb nehmen. Die Richter entschieden über den Fall eines Mercedes-Fahrers, der mit seinem vier Jahre alten Wagen einen Unfall mit einem LKW selbst verschuldet hatte. Er wollte das Auto nicht reparieren lassen, sich aber vom Versicherer VHV die fiktive Reparatur bei einer Mercedes-Fachwerkstatt bezahlen lassen. Sein Gutachter hatte diese mit rund 9400 Euro veranschlagt.

Bis zum 30. November geht noch alles
Reibungslos wechseln
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Jede Menge neue Tarife und Rabatte - der Konkurrenzkampf in der Kfz-Versicherungsbranche nimmt in diesem Jahr wieder zu. Für Millionen Autofahrer ist das die Chance, bei einem Wechsel der Autoversicherung Geld zu sparen - und gleichzeitig mehr Leistung zu bekommen. Wer mit dem Gedanken spielt, seinen Vertrag zu kündigen oder schon einen neuen Anbieter gefunden hat, sollte allerdings ein paar Dinge beachten, auf die ADAC, Cosmosdirekt und Huk-Coburg hinweisen. Wir haben die Tipps für einen reibungslosen Wechsel für Sie zusammengefasst.

Kündigungsfrist
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Da die meisten Versicherungsverträge vom 1. Januar bis zum 31. Dezember laufen, ist der Wechsel der Police in der Regel zum Ende des Kalenderjahres möglich. Wichtig: In diesen Fällen muss Ihre Kündigung spätestens bis 30. November 2015 bei der Versicherung eingehen - ansonsten verlängert sie sich nämlich automatisch um ein weiteres Jahr.

Außerordentliches Kündigungsrecht bei Prämienerhöhung
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Hätten Sie das gewusst? Wer den 30. November 2015 zur Kündigung verpasst, kann vom außerordentlichen Kündigungsrecht Gebrauch machen - allerdings nur, wenn sich die Versicherungsprämie erhöht, ohne dass ein Schadenfall die Ursache ist. In so einem Fall haben Sie einen zusätzlichen Monat Zeit, um sich einen anderen Anbieter zu suchen. Beachten Sie: Das Kündigungsschreiben sollte zum Nachweis des fristgemäßen Zugangs rechtzeitig per Einschreiben mit Rückschein abgeschickt werden.

Voll- oder Teilkasko?
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Nicht immer lohnt sich der Wechsel von der Voll- in die Teilkasko. Denn die Prämienhöhe der Vollkasko ist abhängig vom Schadenfreiheitsrabatt. In der Teilkasko gibt es diesen Rabatt nicht. Die Selbstbeteiligung kann bei der Voll- und der Teilkasko unterschiedlich hoch sein. Auch der Verzicht auf eine Selbstbeteiligung ist möglich. Oft sind die Prämienunterschiede zwischen den einzelnen Stufen aber so gering, dass sich eine höhere Selbstbeteiligung nicht lohnt. Sonder-Rabatte und -Einstufungen gehen in der Regel nicht auf den neuen Versicherer über. Also vorher prüfen, ob solche vorliegen.

Kosten
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Wer jährlich zahlt, kann gegenüber vierteljährlicher oder halbjährlicher Zahlung Geld sparen. Manche Versicherungen gewähren bei Abbuchung weitere Nachlässe.

Keine voreiligen Kündigungen
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Den alten Vertrag sollten Sie bitte erst dann kündigen, wenn der neue abgeschlossen ist. Denn bei der Teil- und Vollkasko dürfen Versicherer Verträge auch ablehnen. Deshalb sollten Autofahrer vor einem Wechsel prüfen, ob der neue Versicherer den Vertrag im gewünschten Umfang akzeptiert. Generell gilt: Stets mehrere Angebote einholen und den Versicherungsumfang genau vergleichen, denn billig(er) ist nicht immer gut.

Der Preis-Leistungs-Check
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"Mit einem anderen Tarif lassen sich bei gleichbleibenden Versicherungsleistungen mitunter mehrere hundert Euro pro Jahr sparen", sagt Roman Wagner von Cosmosdirekt. Neben dem Versicherungsbeitrag sollte man sich vor Abschluss einer neuen Kfz-Police auch deren Leistungsdetails genau anschauen: Die Versicherungssumme bei der Kfz-Haftpflichtversicherung sollte 100 Millionen Euro abdecken. Denn bei schweren Autounfällen können schnell hohe Schäden entstehen. Ist diese Deckung zu gering, muss aus eigener Tasche draufgezahlt werden. Bei der Kaskoversicherung sollte zudem der Verzicht auf den Einwand der groben Fahrlässigkeit vereinbart sein.

VHV zahlte 3000 Euro weniger als beantragt. Das Unternehmen berief sich auf ein eigenes Gutachten, das die Kosten der Reparatur bei einer ungebundenen Werkstatt errechnet hatte. Hier waren die Lohnkosten geringer.

  • dpa
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