Klage nach Motorschaden
Werkstatt haftet für falschen Eintrag im Serviceheft

Eine Kfz-Werkstatt haftet für fehlerhafte Eintragungen im Inspektions-Serviceheft. Das geht aus einem Urteil des Oberlandesgerichts München hervor.
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dpa/tmn MüNCHEN. Eine Kfz-Werkstatt haftet für fehlerhafte Eintragungen im Inspektions-Serviceheft. Das geht aus einem Urteil des Oberlandesgerichts München hervor (Az.: 7 U 3 028/07).

Wie die Fachzeitschrift "NJW- Rechtsprechungs-Report Zivilrecht" berichtet, zählt es zu den vertraglichen Nebenpflichten einer Werkstatt, das Serviceheft korrekt zu führen. In dem Fall hatte eine Werkstatt nach einer Inspektion fälschlicherweise eine Auswechslung des Zahnriemens für den Nockenwellenantrieb eingetragen.

Bei einer späteren Inspektion wurde der Nockenwellenantrieb daher nicht mehr kontrolliert. Als es deswegen zu einem Motorschaden kam, verlangte der Fahrzeugbesitzer Schadenersatz in Höhe von rund 1 600 Euro - zu Recht, wie das Gericht entschied: Zwar habe die Werkstatt keine fehlerhafte Reparatur vorgenommen. Sie habe aber ihre Sorgfalts- und Dokumentationspflichten verletzt. Auch das begründe einen Anspruch auf Schadenersatz.

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