Kleiner Geländewagen hat noch keinen Namen
VW zeigt neues Concept A am Donnerstag

Volkswagen zeigt am Donnerstag in Berlin zum ersten Mal den geplanten kleinen Geländewagen, der aus Teilen der Massenmodelle Golf und Passat entstehen soll.

HB BERLIN. Allerdings handelt es sich nach Angaben eines Firmensprechers noch nicht um die endgültige Fassung. „Länge und Breite sind identisch, aber der Karosserieaufbau wird unterschiedlich sein“, sagte VW-Sprecher Hans-Gerd Bode der Nachrichtenagentur AP.

Das noch namenlose Auto soll in der Endfassung voraussichtlich Ende 2007 auf den Markt kommen und auf der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt am Main präsentiert werden. Am Donnerstag wird das Modell den Titel Concept A tragen.

Um das Modell hatte es im vergangenen Herbst einen harten Streit zwischen Markenchef Wolfgang Bernhard und dem Betriebsrat gegeben. Bernhard vergab den Produktionsauftrag erst an das Stammwerk Wolfsburg, nachdem die Belegschaft der Senkung der Herstellungskosten um rund 850 Euro pro Fahrzeug zugestimmt hatte.

Die Gewerkschaft musste dazu ein 20 Prozent niedrigeres Lohnniveau bei den rund 1 000 Arbeitern hinnehmen, die den Geländewagen bauen sollen. Die Gewerkschaft setzte durch, dass der Wagen von 1 000 übernommenen Lehrlingen gebaut werden soll. Die Montage wird unter dem Dach der Auto 5 000 GmbH organisiert, wo schon der Van Touran sehr gewinnträchtig und zu niedrigeren Löhnen als bei VW üblich gebaut wird.

VW-Markenchef Bernhard stellte nach der Einigung im September fest, dass der Wagen nun „zu wettbewerbsfähigen Bedingungen“ in Deutschland gebaut und exportiert werden könne. Einer der Hauptmärkte für das Auto sind die USA.

Wegen der hohen Personalkosten in Wolfsburg hatte die Konzernführung zunächst erwogen, den Geländewagen in Portugal zu produzieren. Im dortigen Werk Palmela lägen die Kosten 1 000 Euro niedriger.

Am Montag wurde ein neues Kapitel im Konflikt zwischen VW-Management und Betriebsrat aufgeschlagen: Die Führung der Automarke denkt angesichts eines hohen dreistelligen Millionenverlustes der deutschen Werke über die Schließung unrentabler Bereiche nach, wie Markenchef Wolfgang Bernhard erklärte. Betriebsratschef Bernd Osterloh griff Bernhard noch am Montag ungewöhnlich scharf an und warf dem Vorstand indirekt vor, mit den Ankündigungen zu Sanierungsplänen den Aktienkurs hochzutreiben.

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