Klimaautomatik wirk sich positiv aus
Zuviel Luxus senkt den Wert des Autos

Desto mehr Sonderausstattung im Wagen, desto höher der Wiederverkaufspreis. Das diese Gleichung nicht immer aufgeht hat ein Automarktbeobachter herausgefunden. Eine Klimaautomatik hingegen, ist auf jeden Fall ein Plus für den Gebrauchten.

HB MAINTAL. Eine Klimaautomatik im Auto hilft dem Fahrer nicht nur dabei, einen kühlen Kopf zu bewahren. Sie erhöht auch den Wert des Wagens bei einem Wiederverkauf, wie das Marktbeobachtungsunternehmen EurotaxSchwacke ermittelt hat. „Der Wagen ist für potenzielle Käufer ganz einfach attraktiver“, erklärt Roland Stach, Leiter Marktredaktion bei EurotaxSchwacke.

Klimaautomatik ist inzwischen in vielen Fahrzeugen bereits im Serienumfang enthalten. Ist sie es nicht, gehört sie zu den beliebtesten Sonderausstattungen von Autokäufern. „Die Sonderausstattung wirkt sich positiv auf den Restwert des Autos aus“, sagt Stach. Beispielsweise erzielt der Verkäufer laut EurotaxSchwacke bei einem VW Golf nach zwei Jahren Laufzeit und einer durchschnittlichen Laufleistung von 30.000 Kilometern mit Klimaautomatik bis zu 800 Euro mehr.

Selbst bei Kleinwagen kann sich eine Klimaautomatik nach Stachs Worten finanziell gesehen lohnen, wenn man auf die Motorisierung des Fahrzeugs achtet. „Denn: Ist die Klimaautomatik eingeschaltet, steigt der Kraftstoffverbrauch. Der Spritverbrauch ist dann bei Autos mit weniger als 60 PS wesentlich höher als bei besser motorisierten Fahrzeugen zum Beispiel, wenn der Fahrer bei einer Bergauffahrt mit eingeschalteter Klimaautomatik die Geschwindigkeit zu halten versucht.“

Allerdings gelte bei Sonderausstattungen wie Klimaautomatik, Navigationssystem, Ledersitzen und Einparkhilfe mit Blick auf den Restwert nicht unbedingt das Motto „je mehr, desto besser“, erklärt Stach. Denn ein Fahrzeug, das für seine Klasse übertrieben ausgestattet sei, habe auf dem Gebrauchtwagenmarkt einen höheren prozentualen Wertverlust als ein normal ausgestattetes Auto.

Ist zum Beispiel eine Lederausstattung bei der Mercedes-Benz S-Klasse oder eine Einparkhilfe bei einem BMW 5er-Kombi aus Restwert-Sicht geradezu Pflicht, verhält sich das nach Angaben des Experten bei einem VW Polo anders: Hier wirkten sich zum Beispiel Ledersitze oder Xenon-Licht negativ auf den Verkauf aus. Was zunächst paradox klinge, lasse sich einfach erklären: Mit entsprechender Ausstattung werde das jeweilige Auto auch zu einem höheren Verkaufspreis auf dem Gebrauchtwagenmarkt angeboten, erläutert Stach.

„Ist die Ausstattung wie beim VW Polo in seiner Klasse nicht gefragt, sind lange Standzeiten beim Händler die Folge. Um den Wagen zu verkaufen, wird er daher zu einem günstigeren Preis angeboten, somit sinkt auch der Restwert.“

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