"Komplettausstattung ist Pflicht"
Immer zu Diensten

Christoph Stürmer, Autoanalyst bei Global Insight, gibt den rhetorischen Fragesteller. „Kennen Sie jemanden, der sich eine neue S-Klasse privat gekauft hat?“

Die Antwort fällt eindeutig aus. „90 Prozent der Mercedes S-Klasse und 80 Prozent der E-Klasse sind als Dienstfahrzeuge unterwegs“, sagt Stürmer. Dabei macht der Dienstwagenanteil in Deutschland aktuell 35 Prozent aus. „Mit steigender Tendenz“, wie der Automobilforscher Ferdinand Dudenhöfer beobachtet. Die Spitzenposition bei den „Company-Cars“ nehmen in Europa aber die Briten ein: Rund zwei Drittel der Autos sind auf der Insel auf Firmen zugelassen.

Während die Engländer, vermutlich auch mangels eigener Autohersteller, bei ihren Firmenwagen zwischen unterschiedlichsten Fabrikaten auswählen, halten die Deutschen „ihren“ Marken die Treue. „Die sind ganz klar im Blick“, stellt Wolfram Uhlmann, Geschäftsführer der Leasing- und Handelsgesellschaft (LHS) in Stuttgart fest. Und auf noch etwas legen die deutschen Manager bei ihren Dienstwagen wert. „Die Komplettausstattung ist Pflicht“, sagt Uhlmann. Die fängt dann bei der Klimatronic an und hört bei den Leichtmetall-Felgen auf.

Nicht nur automobiles Imponiergehabe ist der Grund für den Wunsch nach gehobener Ausstattung. Solche Accessoires steigern beachtlich den Restwert des Dienstwagens und senken so die monatliche Leasingrate in einem nicht unerheblichen Maße. Ein weiterer Trend ist bei den Dienstwagen, so Uhlmann, nicht zu übersehen. Dieselfahrzeuge werden überproportional nachgefragt. Na also, gespart wird doch – auch beim Dienstwagen.

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