Konsumflaute: Motorradbranche übt sich in Optimismus

Konsumflaute
Motorradbranche übt sich in Optimismus

Die Motorradbranche hofft, in diesem Jahr ihre Talfahrt zu beenden. Wie der Industrie-Verband Motorrad Deutschland (IVM) am Mittwoch in Dortmund zum Auftakt der Messe „Motorräder 2005“ mitteilte, sank die Zahl der Neuanmeldungen im vergangenen Jahr um 10,4 Prozent auf knapp 255 000.

HB DORTMUND. „Die Branche hofft 2005 auf wieder positive Zahlen“, sagte IVM-Geschäftsführer Reiner Brendicke. Eine Prognose sei jedoch schwierig. Die Zahl der Anmeldungen und Zulassungen von Neufahrzeugen pro Jahr ist bereits seit 1997, als knapp 454 000 neue Mofas, Roller und Motorräder registriert wurden, stetig rückläufig. Bis Sonntag werden in Dortmund rund 125 000 Messebesucher erwartet.

Der Bestand an motorisierten Zweirädern ist unterdessen auf eine neue Rekordhöhe gestiegen. Zum Jahresende lag er laut IVM bei knapp 5,5 Millionen und damit 2,9 Prozent über dem Vorjahreswert. „Das Interesse am Thema Motorrad ist nach wie vor vorhanden“, meinte Brendicke.

Beliebtester Typ seien 2004 erneut Sportmaschinen mit einem Marktanteil von 28 Prozent gewesen. Enduros kamen auf 21 Prozent Marktanteil. Marktführer in Deutschland sei BMW mit rund einem Fünftel aller neu zugelassenen Motorräder, dicht gefolgt von Honda mit rund 18 Prozent Marktanteil und Suzuki mit rund 16 Prozent.

Mit durchschnittlich 61,0 Fahrzeugen auf 1000 Einwohner fuhren 2004 die meisten Motorräder in Bayern. Auf Platz zwei und drei folgen Rheinland-Pfalz mit 54,5 und das Saarland mit ebenfalls 54,5 Motorrädern. Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen lag die Quote bei 45,3. Am wenigsten scheinen die Berliner das motorisierte Rad zu mögen: lediglich 27,5 Maschinen pro 1000 Bewohner zählten die Statistiker dort.

Während in Deutschland die Zulassungszahlen rückläufig sind, steigen sie vor allem in Spanien weiter an. 2004 sei mit einem Zuwachs von 40,5 Prozent bei den Fahrzeugen mit mehr als 125 Kubikzentimeter Hubraum geradezu ein Boom verzeichnet worden, so Brendicke weiter. Die meisten Neuzulassungen pro 1000 Einwohner gebe es jedoch in Italien, gefolgt von Frankreich, Deutschland, Spanien und Großbritannien.

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