Konventionelle Räder Muskelkraft zählt noch immer

Allen E-Mobilitätstrends zum Trotz kann man noch immer herkömmliche Fahrräder kaufen. Allerdings wird die Luft nach oben für die Freunde des muskelbetriebenen Rades dünner.
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Die Manufaktur Velotraum liefert ihr Reisemodell „Cross 7005 EX“ in zwei Rahmenlängen  Quelle: Velotraum

Viele passionierte Radler träumen vom maßgeschneiderten Rad, auf dem sie problemlos lange Touren absolvieren können. Diesen Vorstellungen kommt neben anderen Unternehmen die Manufaktur Velotraum nahe, die ihr Reisemodell „Cross 7005 EX“ in zwei Rahmenlängen liefern, um so eine individuell optimale Sitzposition zu erreichen.

So schnell ändern sich die Verhältnisse. Die noch vor einigen Jahren als Gefährte für Zeitgenossen mit motorischen Einschränkungen in die Nische verbannten E-Bikes oder Pedelecs haben – wenigstens in den gehobenen Preisklassen – die konventionellen „Muskelräder“ fast schon in eine Nebenrolle gedrängt.

Das wird sich auch auf der Eurobike (27. bis 30. August) zeigen, wo die Räder mit Elektrounterstützung in allen Segmenten auf den Ständen vertreten sein werden. Doch es gibt sie noch immer – Zweiräder, die allein mit Muskelkraft bewegt werden.

„Die Hersteller haben in den vergangenen Jahren viel Aufwand in die Entwicklung der E-Bikes investiert, und dabei die Brot-und-Butter-Räder ein wenig aus dem Blick verloren“, erklärt Gunnar Fehlau, Leiter des Pressedienstes Fahrrad vor der Eurobike in Friedrichshafen. Trotz allem gibt es noch immer Hersteller, die sich auf die Basis besinnen, denn schließlich sind die Pedelecs, die bei rund 2.000 Euro beginnen, nicht für jedermann erschwinglich. „Für ein alltagstaugliches Fahrrad sollte man mindestens 500 Euro investieren“, meint Fehlau.

Diese Highlights locken die Eurobike-Besucher
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Der Fahrradmarkt war bis vor einigen Jahren eine überschaubare, aber auch eintönige Größe. Mit der Verbreitung des E-Bikes hat sich das Gefüge grundlegend verändert, und wer auf der europäischen  Leitmesse Eurobike in Friedrichshafen (27. bis 30. August) einen Trend ausmachen will, gerät schnell in schwieriges Gelände ...

... „Fragen Sie sechs Experten nach dem Trend der kommenden Jahre, und Sie bekommen sieben Antworten“, beschreibt Gunnar Fehlau vom Pressedienst Fahrrad die Situation. Einig sind sich allerdings alle Beobachter, dass die Räder mit elektrischer Trittunterstützung, die sogenannten Pedelecs, ihren Siegeszug weiter fortsetzen werden.

„Für Hersteller hochwertiger Räder stellt sich inzwischen die Frage“, so Fehlau, „ob man sich die konventionellen Modelle komplett spart und sich stattdessen ausschließlich auf die Pedelecs konzentriert.“ Schließlich kosten aufwendig konstruierte Reise- oder Mountainbikes schnell mehr als 2.000 Euro, und in dieser Preislage beginnen auch die Preislisten für die seriösen E-Bikes.

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... „Fragen Sie sechs Experten nach dem Trend der kommenden Jahre, und Sie bekommen sieben Antworten“, beschreibt Gunnar Fehlau vom Pressedienst Fahrrad die Situation. Einig sind sich allerdings alle Beobachter, dass die Räder mit elektrischer Trittunterstützung, die sogenannten Pedelecs, ihren Siegeszug weiter fortsetzen werden.

„Für Hersteller hochwertiger Räder stellt sich inzwischen die Frage“, so Fehlau, „ob man sich die konventionellen Modelle komplett spart und sich stattdessen ausschließlich auf die Pedelecs konzentriert.“ Schließlich kosten aufwendig konstruierte Reise- oder Mountainbikes schnell mehr als 2.000 Euro, und in dieser Preislage beginnen auch die Preislisten für die seriösen E-Bikes.

Eurobike 2014 - Aber bitte mit Saft
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Auch wenn hartgesottene Offroad-Radler E-Mountainbikes keines Blickes würdigen, die Entwicklung rollt eindeutig in Richtung elektrifizierte Geländegänger.

Die zunächst in Alaska für Fahrten im Schnee entwickelten „Fatbikes“, die später Floridas Strände eroberten und jetzt Europa entdeckt haben, kommen direkt mit E-Motoren auf den Markt
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Wie stark sich die Elektrifizierung durchgesetzt hat, zeigt auch das jüngste Segment auf der Radbühne. Die zunächst in Alaska für Fahrten im Schnee entwickelten „Fatbikes“, die später Floridas Strände eroberten und jetzt Europa entdeckt haben, kommen direkt mit E-Motoren auf den Markt.

Das erste seiner Art, das Lebowsk-e von Felt rollt im Spätherbst für 3.800 Euro in den Handel. Als Kraftübertragung kommt der Sram-X-01-Antrieb (neun Gänge) zusammen mit dem Bosch-Elektromotor zum Einsatz. Sram steuert auch die Scheibenbremsen bei.

Nach Felt stehen bereits die nächsten Zugänge sportlich ausgerichteter Hersteller in diesem überschaubaren Segment auf dem Programm und werden die Hingucker auf der Eurobike sein.

Die Manufaktur Velotraum liefert ihr Reisemodell „Cross 7005 EX“ in zwei Rahmenlängen
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Viele passionierte Radler träumen vom maßgeschneiderten Rad, auf dem sie problemlos lange Touren absolvieren können. Diesen Vorstellungen kommt neben anderen Unternehmen die Manufaktur Velotraum nahe, die ihr Reisemodell „Cross 7005 EX“ in zwei Rahmenlängen liefern, um so eine individuell optimale Sitzposition zu erreichen.

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Velotraum: Der Rahmen (780 Euro) ist für ein Gesamtgewicht von 160 Kilogramm ausgelegt und in 200 RAL-Farben lieferbar. Die Endmontage des Komplettrads erfolgt nach den Wünschen des Kunden.

Am Ende kann dann schon mal eine Rechnung von rund 2.800 Euro stehen. Dafür ist man dann aber mit einem einmaligen Rad unterwegs – aber ohne elektrische Nachhilfe.

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Peugeot stellt auf der Eurobike ein innovatives Hybridfahrrad für die Stadt vor. Das AE21 nimmt im „Clever Case“ genannten Rahmen nicht nur die Lithiumionenbatterie mit rund 60 Kilometern Reichweite auf, sondern bietet dort gleich auch noch Platz für ein Laptop, das während der Fahrt via USB-Anschluss aufgeladen werden kann. Mitgenommen werden kann dort außerdem das optionale Schloss von Abu. Pedalen und Lenker des AE21 sind für den einfacheren Transport klappbar.

Dass man in dieser Preisklasse durchaus zuverlässige Technik kaufen kann, zeigt zum Beispiel das Samana von Winora, das im Herbst bei den Händlern stehen wird. Für 600 Euro liefert der Hersteller ein Alltagsrad mit solider Technik. Als Kraftübertragung wählte das Unternehmen die wartungsarme Nexus-Achtgang-Nabenschaltung von Shimano, die mit einer Rücktrittbremse kombiniert ist. Für Komfort sorgen eine Federgabel vorne und eine gefederte Sattelstütze sowie ein verstellbarer Vorbau, und den Durchblick in der dunklen Jahreszeit liefert ein LED-Strahler mit Standlichtfunktion. Der Gepäckträger ist für seitliche Packtaschen geeignet, sodass sich mit dem Samana auch Touren unternehmen lassen. Diese Ausrüstungsdetails waren bis vor kurzem noch den gehobenen Preisklassen vorbehalten.

In der Preisklasse jenseits der 2.000-Euro-Grenze haben es konventionelle Räder inzwischen schwer, Kunden zu finden, zu groß ist die Versuchung, sich elektrisch unterstützt über den Berg schieben zu lassen. Für Reiseradler, die noch auf ihre Muskelkraft setzen und gleichzeitig weniger als 2.000 Euro ausgeben wollen, hat der holländische Hersteller Koga  das Modell „Confidence“ entwickelt. Das Rad ist, so meinen die Holländer, vor allem für Mehrtagestouren gedacht und wird nach der Eurobike von Oktober an für 1.700 Euro bei den Händlern stehen.

Das Design ist an die klassischen Hollandräder angelehnt, wirkt dabei aber weniger plump und schwerfällig. Die Federung ist in die Gabel integriert und bügelt mit 35 Millimeter Hub die meisten Unebenheiten flach. Falls nicht, hilft die gefederte Sattelstütze weiter. Schalt- und Bremszüge sind im Rahmen montiert, und die Verzögerung übernehmen hydraulische Felgenbremsen.

In der gehobenen Preisklasse müssen sich Hersteller einiges einfallen lassen, um ihre „Muskelräder“ an die Kunden zu bringen. Die Individualisierung des Rades mag da eine erfolgversprechende Methode sein. Viele passionierte Radler träumen nämlich von einem maßgeschneiderten Rad, auf dem sie problemlos lange Touren absolvieren können. Diesen Vorstellungen kommt neben anderen Unternehmen die Manufaktur Velotraum nahe, die ihr Reisemodell „Cross 7005 EX“ in zwei Rahmenlängen liefern, um so eine individuell optimale Sitzposition zu erreichen.

Der Rahmen (780 Euro) ist für ein Gesamtgewicht von 160 Kilogramm ausgelegt und in 200 RAL-Farben lieferbar. Die Endmontage des Komplettrads erfolgt nach den Wünschen des Kunden. Am Ende kann dann schon mal eine Rechnung von rund 2.800 Euro stehen. Dafür ist man dann aber mit einem einmaligen Rad unterwegs – aber ohne elektrische Nachhilfe.

Für die Hardcore-Geländefahrer hat Haibike das „Freed“ entwickelt, das dank Carbon-Technik vollständig ausgerüstet federleichte neun Kilogramm auf die Waage bringt und in dieser Kategorie jedes E-Mountainbike schlägt. Beim Design entwarfen die Kreativen der Marke einen Auftritt, der bereits im Stand schnell aussieht.

Der Rahmen ist für mechanische wie elektronische Schaltungen vorbereitet. Bei der Top-Variante Freed 7,50 (7.000 Euro) kommt die Shimano XTR Di2 mit 22 Schaltstufen zum Einsatz. Die erste elektronische Schaltung fürs Mountainbike soll nach Werksangaben die Gangwechsel sicherer und geschmeidiger machen. Das Fahrvergnügen mit dem Leichtgewicht beginnt bei 2.800 Euro für das Freed 7.30).

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